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Fahrgastinformation, Tarifkonflikt, EBUS Award, HHW-Jubiläum, Sperrungen


Fahrgastinformation im Bus | Die Hamburger Hochbahn will demnächst neue Fahrgastinformationssysteme im Busressort testen. Per Monitor soll Fahrtverlauf (kommende Haltestellen), Anschlüsse und Übergänge zu anderen Linien dargestellt werden. Der Leitstelle wird es möglich sein, über aktuelle Ereignisse wie Störungen oder Verspätungen die Fahrgäste im Bus zu informieren. Systeme verschiedener Hersteller kommen zum Einsatz, um das beste Produkt herauszufiltern. Kriterien sind Implantierung in die vorhandene Softwareumgebung und die Meinung der Fahrgäste, die hierzu befragt werden. +++

Tarifkonflikt | ver.di-Nord zeigt sich mit dem am letzten Freitag (28.09.2012) durchgeführten Warnstreik im schleswig-holsteinischen Busverkehr zufrieden. „90% aller Busse der betroffenen Unternehmen sind in den Depots geblieben“, stellt Pressesprecher Frank Schischefsky fest. Vereinzelnd sorgten allerdings Streikbrecher für Ungemach bei der Gewerkschaft, die nun damit droht, Streikmaßnahmen nicht mehr frühzeitig anzukündigen. Naturgemäß zeigte sich der Gegenspieler, OVN (Omnibus Verbandes Nord) über alledem weniger erfreut. Die am Dienstag durchgeführte, dritte Tarifrunde ist obendrein gescheitert. Die Kontrahenten wollen sich am 25.10.2012 zur vierten Runde treffen. +++

EBUS Award | Erstmals wurde der EBUS Award vergeben, ein Umweltpreis für bereits realisierte und in Betrieb befindliche, umweltschonende Projekte rund um den Omnibus. Es handelt sich um einen brancheninternen Preis, dahinter steckt unter anderem der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Insgesamt in sieben Kategorien wurden Preise vergeben (weitere Infos: hier). HOCHBAHN-Boss Günter Elste nahm den Sonderpreis „Persönlichkeiten der E-Mobilität im ÖPNV“ entgegen. „Elste gilt deutschlandweit als einer der Pioniere im Bereich der Elektromobilität. Bereits Ende der 1990er Jahre testete die Hamburger Hochbahn Busse mit elektrischer Antriebstechnik“ begründet die Pressemitteilung [PDF] die Würdigung. +++

Training | Wie man geschickt mit Rollstuhl oder Rollator in den Bus kommt, kann am kommenden Dienstag, 09.10.2012, in Bergedorf (Abfahrtsbereich D) ausprobiert werden. Die VHH PVG und der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) bietet zwischen 10 und 13 Uhr ein entsprechendes Training an. +++

HHW-Jubiläum | Seit 01.10.1992 sorgt die Hamburger HOCHBAHN-Wache – HHW – für Sicherheit in Bus & U-Bahn. Zunächst als U-Bahn-Wache betitelt und von einem privaten Sicherheitsunternehmen betrieben, ist die HHW seit 2007 eine 100-prozentige Tochter der HOCHBAHN. Die HHW ist auch für den Fahrkartenprüfdienst zuständig, die 2004 aus dem Verkehrsunternehmen ausgegliedert und übertragen wurde. Startete der Sicherheitsdienst 1992 mit 80 Mitarbeitern, sind es heute 405 Köpfe. +++

A1-Sperrung | Der zweigleisige Ausbau der A1-Strecke kommt gut voran. Umfangreiche Arbeiten (Gleiserneuerung, Weichen- und Signalarbeiten) stehen nun von Donnerstag, 04.10.2012 bis Mittwoch, 10.10.2012 an, daher fällt der Zugverkehr zwischen Hasloh und Eidelstedt aus. Der Schienenersatzverkehr mit Bussen hat dabei allerdings das Problem, das bei den Arbeiten auch einige Bahnübergänge gesperrt werden; gegenüber dem regulären Zugverkehr ist mit bis zu 40 Minuten verlängerte Fahrzeit zu rechnen. Alle Infos und Fahrtalternativen hat die AKN hier zusammengestellt. +++

S Hauptbahnhof | Montag, 08.10. (1 Uhr) bis Sonntag, 14.10.2012 (Betriebsschluss) stehen Gleisbauarbeiten im Hallengleis 4 im Hauptbahnhof an. Alle Züge werden durch Gleis 3 (Richtung West → Ost) in der Reihenfolge S3, S21, S1 und S31 geführt. Der Direkte, bahnsteiggleiche Übergang zwischen S21 und S1 ist logischerweise nicht möglich. Die zeitweiligen Linien S11, S2 und A1 können nicht verkehren. [Aushang: PDF] +++

U3-Sperrung | Kommenden Sonntag – 07.10.2012 – zwischen 7 Uhr bis Betriebsschluss muss der Bus den U3-Betrieb zwischen St. Pauli und Rathaus übernehmen, da Gleisbauarbeiten durchgeführt werden müssen. +++

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Warnstreik bei KViP, ABG und Autokraft bis 10 Uhr

Die Busbetriebe PVG, KviP, ABG (Ahrensburg) und Autokraft werden seit den frühen Morgenstunden in der Metropolregion mit einem Warnstreik beglückt. Der Warnstreik soll bis 9 / 10 Uhr andauern. Zum Teil kann es auch danach noch zu Unregelmäßigkeiten im Busverkehr der betroffenen Unternehmen dauern, bis sich die Lage wieder eingependelt hat.
— Stand: 07.34 Uhr +++

Die PVG ist , entgegen den ersten Meldungen, doch nicht betroffen.
— Stand: 08.50 Uhr +++

Warnstreik beendet. Bis Busbetrieb normalisiert ist, kann es noch etwas dauern.
— Stand: 09.15 Uhr ♦

Streiks ade – Busfahrer stimmen Mediationskompromiss zu

Gute Nachrichten: Der Tarifkonflikt im Schleswig-Holsteinischen privaten Omnibusgewerbe ist Geschichte. Wie ver.di-Nord in einer erstaunlich dürren Mitteilung bekanntgab, haben die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten für das am 24.03.2010 verkündete Mediationsergebnis gestimmt. Wie das Abstimmungsergebnis ausfiel, darüber mochte man keine Angaben machen.

Rückwirkend (01.03.2010) gibt es 110 Euro mehr im Monat für die Busfahrer, 45 Euro gibt’s als Einmalzahlung und das Weihnachtsgeld wurde auf 600 Euro erhöht. Zudem wurde ein Metropolzuschlag (30 Euro monatlich) vereinbart.

Der Tarifvertrag hat nur ein Jahr Laufzeit, ist daher ab 31.03.2011 kündbar.
— OR

Tarifkonflikt nähert sich dem Ende: ver.di empfiehlt Annahme des Mediationsergebnisses

Das Mediationsergebnis, welches von den Mediatoren Klaus Buß (67, SPD) und Martin Kayenburg (70, CDU) im Tarifkonflikt des privaten Busgewerbes in Schleswig-Holstein erarbeitet wurde, sieht wie folgt aus:

1. Alle Entgeltgruppen werden in allen Stufen mit Wirkung ab 1. März 2010 um 110 € erhöht.
2. Für jeden vollen Beschäftigungsmonat in der Zeit vom 1. September 2009 bis 28.02.2010 werden mit der nächsten Lohnabrechnung 45,- € als Einmalzahlung gezahlt.
3. Für Mitarbeiter, die den Metropolzuschlag erhalten (Ziffer 5.), beträgt die entsprechende Einmalzahlung 33,33 € monatlich.
4. Das Weihnachtsgeld wird um 75,93 € erhöht und beträgt ab 2010 600,- €.
5. Das Mankogeld nach § 5 LTV beträgt ab März 16,- € monatlich.
6. Für den HVV-Großbereich sowie die Tarifzonen 601, 602 und 603 HVV-Tarifzonenplan wird ein Metropolzuschlag in Höhe von 30,- € monatlich fällig, bei Busfahrern soweit im Abrechnungsmonat mehr als 50% der geleisteten Fahrplankilometer in diesem Bereich erbracht wurden.
7. Der Tarifvertrag ist frühestens kündbar zum 31. März 2011.

Zu Punkt 5.: Durch „Mankogeld“ werden Fehlbeträge in der Kasse bis zum angegebenen Betrag  ausgeglichen.

Mit der Forderung „ein Land, ein Lohn“ konnte sich die Gewerkschaft offenkundig nicht durchsetzen. Die ver.di-Tarifkommission empfiehlt ihren Mitgliedern, den Vorschlag anzunehmen. Die Urabstimmung zum Kompromiss findet bis Montag, den 29.03.2010 statt.

Sollten die stimmberechtigten Arbeitnehmer sowie der Arbeitgeberverband OVN den Kompromiss annehmen, gilt der Tarifkonflikt damit als beendet. Zu Arbeitskampfmaßnahmen wird es auch bis zur Abstimmung nicht mehr kommen.
— OR

Kompromiss im Tarifkonflikt erarbeitet

Zwischenstand im aktuellen Tarifkonflikt des privaten Busgewerbes in Schleswig-Holstein: Die Gewerkschaft ver.di-Nord teilt mit, dass im Mediationsverfahren ein Tarifkompromiss erarbeitet wurde. Jetzt wollen sich die Gremien von ver.di-Nord und des Arbeitgeberverbandes OVN zusammensetzen und diesen Kompromiss beraten. Wie dieser Kompromiss genau aussieht, möchte man erst nach Abschluss der Beratungen mitteilen.
— OR

Mediation beginnt – vorerst keine Busfahrerstreiks mehr

Wie an dieser Stelle bereits berichtet, haben sich die Kontrahenten des Tarifkonflikts auf ein Mediationsverfahren geeinigt. Die Eckpunkte hierfür wurden nun festgelegt; ver.di beruft als Mediator Klaus Buß (67, SPD), ehemaliger Innenminister Schleswig-Holsteins. Der Arbeitgeberverband OVN schickt den ehemaligen Kieler Landtagspräsidenten Martin Kayenburg (70, CDU) ins Rennen.

OVN-Chef Walter Koch zeigt sich zuversichtlich:

„Wir setzen auf die Integrationsfähigkeit und Erfahrung zweier allgemein anerkannter Persönlichkeiten und sind zuversichtlich, mit ihrer Hilfe endlich den Durchbruch in den zuletzt festgefahrenen Verhandlungen erzielen zu können.“

Auch der ver.di-Sprecher Frank Schischefsky hegt die Hoffnung, den Konflikt zu beenden:

„Wir wollen, dass die Mediation ein Erfolg wird und werden deshalb, ab sofort, bis zum Abschluss dieses Verfahrens auf weitere Streiks verzichten“

Die Mediation startet am kommenden Montag und soll möglichst innerhalb von zwei Wochen erfolgreich abgeschlossen werden. Bis zum 18.03.2010 wird es keine weiteren Arbeitsniederlegungen der Busfahrer geben. Beide Seiten wollen in dieser Zeit sich gegenüber der Presse in Schweigen hüllen.
— OR

Hoffnungsschimmer am Horizont

Vor über sieben Monaten wurde der Tarifvertrag des privaten Busgewerbes in Schleswig-Holstein gekündigt. Seitdem kann man den Tarifkonflikt als festgefahren bezeichnen. Nun kommt vielleicht ein wenig Bewegung hinein. Die Gewerkschaft ver.di-Nord hat mit dem Arbeitgeberverband OVN in „einem konstruktiv geführten Gespräch“ sich „über den Weg in ein Mediationsverfahren verständigt“, so ver.di-Sprecher Frank Schischefsky in einer Mitteilung.

Schlichtung abgelehnt

Zuvor (25./26.02.2010) hatte man das OVN-Angebot einer Schlichtung brüsk zurückgewiesen. OVN-Geschäftsführer Walter Koch appellierte an ver.di, „nunmehr auf weitere Streikmaßnahmen zu verzichten und auf die Schlichtung einzugehen“. Man hatte auch schon entsprechendes Personal rekrutiert:

„Mit dem früheren Landtagspräsidenten Martin Kayenburg und dem früheren VDV-Landesgruppenvorsitzenden Hajo Graf Vitzthum stünden hierfür zwei allgemein anerkannte Persönlichkeiten zur Verfügung.“

Ver.di zeigte sich über die Art und Weise der Kommunikation, eine Schlichtung per Pressemitteilung anzubieten, ziemlich verschnupft und die vorgeschlagenen Schlichter stießen beim Gewerkschafter Schischefsky auf wenig Gegenliebe:

„Ein weiteres Stück aus dem Tollhaus OVN – denn einer der vorgeschlagenen Personen stammt aus dem eigenen Lager der Arbeitgeber und war Vorstandsmitglied der Rostocker Straßenbahngesellschaft. Das wäre so, als würden wir den gerade aus dem Amt verabschiedeten ehemaligen DGB Vorsitzenden Peter Deutschland vorschlagen.“

In schönster Soap-Opera-Manier giftete der Arbeitgeberverband zurück und drückte sein „Unverständnis“ für die Ablehnung aus:

„Nachdem ver.di uns bereits ein Spitzengespräch verweigert hat, lehnt man aus fadenscheinigen Gründen nun auch eine Schlichtung durch neutrale Dritte ab“

Immerhin bezeichnete Schischefsky eine Mediation als „denkbare Möglichkeit, die verhärteten Fronten aufzuweichen“, und so soll es nun wohl dazu kommen. Morgen, am Donnerstag, will man sich über die Eckpunkte und der Mediatoren verständigen. Ver.di hat seinen Vertrauensmann schon vorgeschlagen; der frühere Innenminister Schleswig-Holsteins, Klaus Buß, soll ran. Die Gewerkschafter möchten das Verfahren auf maximal zwei Wochen begrenzen.

In dieser Zeit könnten auch die Fahrgäste aufatmen, denn:

Selbstverständlich wird in dieser Zeit eine Art „freiwillige Friedenspflicht“ herrschen um das Verfahren nicht zu belasten.

Vielleicht einigen sich beide Seiten ja auf eine Lösung. Die Champagnerflasche bleibt zwar vorerst geschlossen, aber man kann sie ja schon einmal kühl stellen.
— OR; Bild (Grundlage): Stephanie Hofschlaeger, Pixelio.de