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U4-Eröffnung: Der Fahrplan steht

Der Countdown läuft unaufhörlich für den Start der Linie U4 und der Fahrplan – im doppeldeutigen Sinne – steht. Die Arbeiten an der Infrastruktur enden am 01.11.2012, am selben Tag wechselt die 4 kilometerlange Neubaustrecke mit zwei Haltestellen in den eigentlichen, regulären Betriebszustand.

Wobei: Bevor der wirklich-reguläre Betrieb startet, muss ein umfangreiches Testprogramm absolviert werden. Theoretische Pläne sind das Eine, der „echte“ Betrieb das andere. In diesem Monat lernt bereits das technische/betriebliche Personal (Stellwerker, Leitstelle,…) die neue Strecke kennen; gut 470 Köpfe des Fahrpersonals folgen.

Probebetrieb ab November

Die U4 geht ab 04.11.2012 in den Probebetrieb, das heißt, die U4-Züge fahren von Billstedt aus bereits planmäßig zu ihrer Endhaltestelle – ab Jungfernstieg allerdings ohne Fahrgäste. Betriebsablauf und Stabilität werden so unter Realbedingungen getestet.

Ein „Stresstest“ ist für Donnerstag, den 18.11.2012 vorgesehen; die U4 soll dann in dichter Fahrtfolge einen Veranstaltungsverkehr simulieren, wie er für den Evangelischen Kirchentag im Mai 2013 in der HafenCity erwartet wird. Zusätzlich zu den planmäßigen U2-Zügen donnern dann alle drei bis fünf Minuten U4-Züge über die Gleise.

Betrieblich sind im Probebetrieb dies alles „echte“ U4-Züge, die dummerweise auf den Zugzielanzeigern am Bahnsteig auch so angezeigt werden. Damit keine Verwirrung bei den Fahrgästen aufkommt, wird die Liniennummer auf den Anzeigern mit U2-Aufkleber versehen.

Fahrgast-Fahrplan: U2 unverändert, U4 als Kurzzug

Sowohl Fahrt- als auch Platzangebot bleibt bei der U2 weiterhin gleich zum derzeitigen Stand; in der Hauptverkehrszeit also alle fünf Minuten mit Vollzügen. Die U4 verkehrt alle zehn Minuten grundsätzlich als Kurzzug (eine Aufstockung zu Vollzügen bleibt natürlich optional, der Probebetrieb wird hier für Erfahrung sorgen). Zur besseren Verteilung der Fahrgastströme verkehrt die U4 etwa zwei Minuten nach jeden zweiten U2-Vollzug.

Anschluss für U2-Fahrgäste aus Richtung Niendorf besteht am Jungfernstieg, die Zeit für den entsprechenden Fußweg wird in den Fahrplan eingearbeitet.

An den Wochenenden, an denen nicht soviel Andrang auf dem Billstedter Ast herrscht, setzten die U4-Züge Horner Rennbahn/Berliner Tor ein respektive aus. In den Wochenendnächten (Freitag auf Samstag auf Sonntag) besteht ein 20-Minuten-Takt von/ab Jungfernstieg.

Für den Fahrgastverkehr ist jedoch erstmal bereits in U Überseequartier Fahrtende; die eigentliche Endhaltestelle HafenCity Universität ist zwar fertig, nur die Umgebung nicht. Die Zugänge der U-Bahn-Station liegen quasi in einem Baufeld und sind nicht wirklich zu erreichen. Je nachdem, wie die Arbeiten in der Stationsumgebung vorankommen, ist die Eröffnung der Endhaltestelle für Sommer 2013 denkbar. ♦

U4-Eröffnung: neue Stadtbuslinie 212 (Hafenrandlinie) [Korrektur]

Korrektur, 28.09.2012: Die Liniennumer 212 (Arbeitstitel) wurde in 111 geändert.

Neben Änderungen an Metrobuslinie 4 und Metrobuslinie 6 wird mit der U4-Eröffnung am 09.12.2012 die lange versprochene „Hafenrandlinie“ neu eingerichtet. Die Stadtbuslinie bekommt die Nummer 212 111 verpasst und verkehrt alle 20 Minuten. Zum Einsatz kommen Stadt- bzw. Solobus.

Damit bekommen die Wohngebiete um Pepermölenbek, die neuen Wohn- und Geschäftsbereiche Davidstraße/Bernhard-Nocht-Straße und natürlich die westliche HafenCity eine attraktive Anbindung.

Die Karte zeigt die neue Linienführung mit der ungefähren Lage der Haltestellen. Bis die Straßen in der HafenCity fertig sind, können nur die Haltestellen Am Dalmannkai, U Überseequartier, Osakaallee (nur Richtung Norden) und Shanghaiallee (Endhaltestelle, nur Richtung Süden) bedient werden. Wenn es am Fischmarkt hoch hergeht, verläuft der Linienweg über die Palmaille, eine Ersatzhaltestelle ist nicht geplant.

Einstellung der Stadtbuslinie 383

Die Ringlinie 383 (Bf. Altona → Palmaille → Große Elbstraße → Bf. Altona) geht in die ewigen Jagdgründe und wird eingestellt.♦
— Titelgrafik: Rycon

U4-Eröffnung: Veränderungen an Metrobuslinie 4

Neben der Metrobuslinie 6 wird mit der U4-Eröffnung am 09.12.2012 auch die 4 angepasst. Sie verschwindet komplett aus der HafenCity.

Besonders zwischen U Schlump und Innenstadt gab es die letzten Jahre eine beträchtliche Steigerung der Verkehrsnachfrage. Ab Fahrplanwechsel ist deshalb vorgesehen, den Takt von 10 Minuten auf nur noch 5 Minuten zu verdichten – das Angebot also glatt zu verdoppeln.

Um die zusätzlichen Fahrzeuge unterbringen zu können, werden Überliege-/Bereitstellungsplätze sowohl beim ZOB als auch in der neuen Haltestelle in der Willy-Brandt-Straße genutzt. Letztere liegt genau vor dem alten SPIEGEL-Hochhaus; retour geht’s über Dovenfleet, Brandstwiete Richtung Rathausmarkt.


Die Karte zeigt die neue Linienführung mit der ungefähren Lage der Haltestelle. Der Abschnitt Stephansplatz bis zur Endhaltestelle Wildacker – auf dem sich eh nichts ändert – ist nicht eingetragen. ♦
— Titelgrafik: Rycon

U4 ab Dezember im Fahrgastbetrieb

Rycon | THEMA: U4 ...und weiter?

Die „neue“ U-Bahnlinie U4 wird am Sonntag, 09.12.2012 den Fahrgastbetrieb aufnehmen. Damit fällt der Startschuss mit dem HVV-Fahrplanwechsel zusammen.

Eigentlich handelt es sich bei der U4 nicht um eine „neue“ Linie, sondern um lediglich einen Abzweig der U2. Mit dieser teilt sie sich fast den gesamten Linienweg. Beginn der „neuen“ Linie ist Billstedt, dann geht es – auf denselben Gleisen wie die U2 – weiter über Berliner Tor und Hauptbahnhof Nord; vor Jungfernstieg trennen sich die Wege. Im Anschluss beginnt die 4.000 meterlange Neubaustrecke in Tunnellage mit den beiden neuen, pompösen Haltestellen Überseequartier und HafenCity Universität.

Dabei legt die U4 einen glatten Fehlstart hin, denn HafenCity Universität wird erstmal nicht für den Fahrgastbetrieb freigegeben, sondern lediglich betrieblich genutzt: Sie liegt mitten in einem Baufeld und ist quasi nicht zu erreichen. Erst mit Fertigstellung der namensgebenden Universität, was für Sommer 2013 anvisiert ist, wird die Endhaltestelle eröffnet.

Veränderungen im Busbereich

Die Metrobuslinien 3, 4 und 6 werden im Zuge der U4-Eröffnung selbstverständlich zurückgezogen respektive angepasst. Bei den Linien 3 und 4 stehen konkrete Änderungen noch aus; die Metrobuslinie 6 wird mit dem U4-Start in der Speicherstadt enden. Um die 2.900 Personenfahrten verlagern sich somit auf die U4. Hier verkürzt sich die Fahrzeit von bisher 13 Minuten mit dem Bus auf 5 Minuten mit der U-Bahn.

Eine zusätzliche Buslinie ist für zwischen Bf. Altona und HafenCity angedacht. Auch hier stehen noch konkrete Informationen aus. ♦

U4-Verlängerung: zwei Varianten in der engeren Auswahl

Rycon | THEMA: U4 ...und weiter?Für die HafenCity wird derzeit der Masterplan überarbeitet, welcher sich auf den östlichen Teil des neuen Stadtteils konzertiert; perspektivisch wird auch der „Sprung über die Elbe“ bis zum kleinen Grasbrook berücksichtigt. Auf den Karten der HafenCity-Masterplanung ist bereits eine entsprechende Verlängerung der im Bau befindlichen U4 verzeichnet, nebst einem neuen S-Bahn-Halt für die Linien S3 und S31. Im Sommer will man mit der Planung der östlichen HafenCity fertig sein.

Eine Planungsgruppe, bestehend aus Vertretern von HVV, DB Netze, S-Bahn Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der HafenCity Hamburg – unter Leitung der HOCHBAHN – befasst sich mit der Entwicklung des schienengebundenen Nahverkehrs. Dutzende von möglichen Streckenverläufen wurden bisher durchgekaut, eine wurde zur Vorzugsvariante gekürt.

Kern ist eine Verlängerung der U4 zum kleinen Grasbrook und eine Verknüpfung mit der S-Bahn. Ausgehend von der U4-Haltestelle HafenCity Universität, die 2012 in Betrieb gehen wird, verläuft die erweiterte Strecke zunächst im Tunnel bis kurz vor den Elbbrücken, überquert dann per Brücke die Elbe und wird oberirdisch bis zum kleinen Grasbrook geführt. Für die Lage der Haltestellen zeichnen sich nachfolgend skizzierte Varianten ab. (Gestrichelte Linie: Streckenführung Tunnel; durchgehende Linie: Oberfläche.)

Haltestellenlage, Variante I: U Chicago Square/S Elbbrücken - U Kleiner Grasbrook.

Haltestellenlage, Variante II: U Versemannstraße - U/S Veddeler Markt - U Kleiner Grasbrook.

Welche der beiden Varianten zum Zuge kommen soll, will man möglichst schnell festlegen und der Politik vorlegen, die über die Realisierung zu Entscheiden hat. Baubeginn könnte 2013/2014 sein, Inbetriebnahme 2016.

Damit sich die ganzen Bauarbeiten in dem Bereich nicht gegenseitig ins Gehege kommen und sich behindern, hofft man auf eine möglichst schnelle Entscheidung seitens der Politik.

— OR; Karte: © OpenStreetMap und Mitwirkende, CC-BY-SA; Bearbeitung: Rycon

U4-Haltestelle im Rohbau fertig

In der HafenCity wurde heute gefeiert und der Anlass war das Richtfest zur U4-Haltestelle „HafenCity Universtität“, die nach 13 Monaten Bauzeit nun im Rohbau fertig ist.

Ungewohnt pfiffig war die Idee, eine einfahrende U-Bahn an die Tunnelwand zu projizieren; nach imaginären Öffnen und Schließen der Türen wurde mit

„In Richtung Harburg – Zurückbleiben bitte“

abgefertigt. Dürfte aber noch ein Weilchen dauern, bis das in der Realität gebraucht wird.

Nachtrag: Eine Bildergalerie der Geschichte findet sich auf hamburg.de, klickt man sich ein wenig durch die uninteressanten Bilder sieht man den projizierten Zug.

Mehr zum Thema im Internet:

— OR

V.E.R.A. baut jetzt Inga-Tunnel II

Der Bau der neuen U-Bahn-Linie U4 schreitet voran: Heute, 04.01.2010, wurde der zweite Tunnel auf den Namen „Inga-Tunnel II“ nach und von Inga Unger-Freytag getauft. Ihre Qualifikation als Taufpatin bezieht sich wohl darauf, das sie die Ehefrau vom CDU-Finanzsenator Michael Freytag ist, der auch den Vorsitz des Aufsichtsrates der Hamburger Hochbahn inne hat.

Nun kann der 650 Tonnen schwere Tunnelbohrer „V.E.R.A.“ (Von der Elbe Richtung Alster) sein Werk beginnen bzw. vollenden. Die 2,8 Kilometer lange Strecke soll in etwa 50 Wochen fertig sein. Derweil wird an den beiden neu entstehenden U4-Haltestellen „Überseequartier“ und „HafenCity-Universität“ gearbeitet.

Die U4 soll den aus dem Boden gestampften Stadtteil HafenCity mit nur 5 Minuten Fahrtzeit an den Hauptbahnhof anbinden. Mittelfristig rechnet man mit ungefähr 35.000 Fahrgästen am Tag. Die Kosten werden nach derzeitigen Stand etwa 323,6 Mio. Euro betragen, man hofft im September 2012 den Betrieb aufnehmen zu können.
— OR