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DT5 geht im November in den Fahrgastbetrieb

Alstom und Bombardier entwickelten und bauten die neue Zuggeneration.

Bereits Ende Januar stellte die HOCHBAHN den brandneuen U-Bahn-Zugtyp DT5 der Öffentlichkeit am Jungfernstieg vor, seit Anfang April gingen die ausgiebigen Testfahrten los. War die Freigabe für den Fahrgastbetrieb anfangs noch auf Sommer 2012 angedacht, zogen sich die Testfahrten und die technische Abnahme der Genehmigungsbehörde etwas hin – was bei einer so anspruchsvollen Sonderkonstruktion auch nicht weiter überrascht. Schließlich handelt es sich bei der Hamburger U-Bahn um kein System von der Stange.

Nun geht’s aber los mit dem harten Linienalltag im Personenverkehr: die HOCHBAHN nimmt am Mittwoch, den 07.11.2012, ihr neustes Pferd im Stall in den Fahrgastbetrieb. Vorgesehen ist ein würdiger, feierlicher Start des mit allem Pipapo (außer Abfallbehältern) ausgestatteten Zuges, der je Einheit (3 Wagen) durchgehend begehbar ist. ♦

DT5: Zugabschluss und Spitzenlicht in LED-Ausführung. Sehr hell, sehr wartungsarm und stromsparend. Foto: Rycon

DT: Der neue Hamburger U-Bahn-Zug in seiner vollen Pracht. Foto: HOCHBAHN

DT5: Geräumig & hell – der Innenraum. Foto: HOCHBAHN

DT5: Viel Steh- und Stellplatzfläche wird der neue Hamburger U-Bahn-Typ seinen Gästen anbieten. Foto: Rycon

DT5: Bessere Fahrgastinformation dank Bildschirmen mit Fahrtverlauf. Fahrgastfernsehen gibt es auch. Foto: Rycon

— Titelfoto: Rycon

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Bericht aus Berlin: InnoTrans 2010

vor Ort | Alle zwei Jahre findet in Berlin die InnoTrans statt, das Mekka für Verkehrstechnik und Schienenfahrzeuge. Dieses Jahr erwartet man über 100.000 Fachbesucher aus 100 Ländern, gut 2.000 Aussteller aus 44 Ländern präsentieren sich und das Freigelände wartet mit über 120 Fahrzeugen auf, für die 3.500 Meter Gleise verlegt wurden – beeindruckende Rekorde. Seit Dienstag ist die Messe für Fachbesucher eröffnet, morgen und übermorgen ist das Freigelände für jedermann offen (wer noch kommen will: Eintritt 2 Euro). Die Messe selbst ist dann allerdings schon wieder vorbei.


Rycon war schon heute vor Ort und hat sich die Füße platt gelatscht – und doch nur an der Oberfläche gekratzt. Die Hamburger S-Bahn war leider nicht vertreten, ihre Umbauarbeiten an einem der Züge der Baureihe 474, der nach getaner Arbeit 474plus heißen soll, ist noch lange nicht abgeschlossen.

Dafür präsentierte Bombardier stolz den neuen Hamburger U-Bahn-Typ DT5, der ein wenig verloren wirkte.

So schick sah das „Partner im HVV“-Logo noch nie aus.

Künftig wird dem Fahrgast angezeigt, welche Stationen noch vor ihn liegen. Sinnvoll und hübsch gelöst. Über den neuen DT5 gibt es im laufe der nächsten Woche mehr Fotos vom Innenraum und was für einen Eindruck dieser so macht.

Auch über die anderen Themen der Messe folgen noch weitere Beiträge – unter anderem über Fahrzielanzeiger, die neue Londoner U-Bahn, Stadtbahnen, … und sogar Busse waren auf der InnoTrans.

Erstmal müssen sich aber die Füße erholen und die Batterien neu aufladen. ♦
— Fotos: Rycon

Neue U-Bahn-Züge kommen später

Der über 40 Jahre alte DT3 (oben) soll durch den DT5 (unten) ersetzt werden. Foto, oben: © Bernd Sterzl, pixelio.de; unten: © HOCHBAHN

Die neuen Hamburger U-Bahn-Züge vom Typ DT5, welcher die alten DT2 und DT3-Züge mittelfristig ablösen soll (siehe Bild), wird noch ein Weilchen auf sich warten lassen, berichtete die „Bild“-Zeitung. Vorgesehener Endabnahmetermin des ersten Fahrzeugs war bisher Mitte August 2011, nun verschiebt sich der Zeitplan wohl um etwa ein viertel Jahr.

Damit verzögert sich der Zeitplan zum zweiten Mal. Die Sonderkonstruktion gilt in der Herstellung als sehr anspruchsvoll und auch die technischen Rahmenbedingungen sind eng gesetzt. So darf jede Achse nicht mehr als 10 Tonnen Gewicht auf die Schienen bringen; die Viadukte und Brücken der aufgeständerten Strecken sind für mehr Gewicht nicht ausgelegt. Neue Komfortmerkmale wie Klimaanlage schlagen gewichtstechnisch zu Buche.

Der Wagenkasten ist aus Edelstahl, der DT5 ähnelt so seinem unmittelbaren Vorgängern DT3/DT2. Zur leichteren Reinigung (Graffiti) und Gewichtsersparnis wird auf eine Lackierung verzichtet. Der DT5 soll später vor allem auf den Linien U3 und U4 zum Einsatz kommen und hier 20 bis 25 % weniger Energie im Vergleich zu den Alten benötigen.

Durch die Verzögerung soll es zu keinen Kostensteigerungen kommen, knapp 3,6 Millionen Euro wird jede dreiteilige Einheit wert sein. 27 Einheiten sind fest bestellt, eine Option auf 40 weitere besteht. Inklusive der Option investiert die HOCHBAHN 240 Millionen Euro in ihren Fahrzeugpark. ♦

Kurzmeldungen (4)

Neuer Lärmschutz | An der Güterumgehungsbahn gehen die Bauarbeiten für die Lärmschutzwand weiter. Seit Montag werden Abbruch-, Gründungs- und Montagearbeiten durchgeführt, diese sollen bis einschließlich Sonntag (14.03.2010) andauern. Geschuftet wird zwischen 8 und 18 Uhr, sowie nachts zwischen 22 und 5 Uhr. Die Lärmsanierungsmaßnahmen, so die offizielle Bezeichnung, wurden energisch von den Anwohnern gefordert, die sich auch finanziell beteiligen. Die Schallschutzwände sollen insgesamt knapp 11,9 Kilometer lang werden, die Höhe der Wände schwankt zwischen 1,5 und 5,5 Meter. Die Kosten liegen nach Angaben der Bahn bei 7 Millionen Euro; 3,4 Mio. stammen aus Fördermittel des Bundes, die restlichen 3,6 Mio. Euro steuern Hamburg und Anwohner bei. +++

Neue U-Bahn | Der neue U-Bahn-Typ DT5, dessen Prototyp letzte Woche vorgestellt wurde, macht sich bald auf den Weg zu Bormbardier nach Henningsdorf bei Berlin, bekommt dort seine Software verpasst und wird die ersten Testfahrten absolvieren. Zug Nummer zwei soll Anfang 2011 nach Wien reisen und sich der Kältekammer aussetzen. In Hamburg wird die neue Baureihe gegen März 2011 erwartet. Die Vorserie besteht aus sieben Fahrzeuge, die ausführlich getestet werden. Die erste Serie, bestehend aus 27 Zügen, soll Mitte 2012 bis 2013 nach Hamburg geliefert werden. +++

Neue Fährlinie | Die HADAG richtet eine neue Fährverbindung zwischen Hamburg-Landungsbrücken ↔ Lühe ↔ Stadersand ein, berichtete das „Hamburg Journal“. Die Ausflugslinie, die nicht im HVV-Tarif enthalten ist, startet ab 01.04.2010 und verkehrt feiertags und an den Wochenenden bis zum Saisonende im Oktober. Der Törn dauert gute zwei Stunden. 130 Passagiere und einige Fahrräder können mitgenommen werden, die einfache Fahrt kostet 8,30 Euro. +++

Neue Dienstkleidung | Die HOCHBAHN will ihrem Personal neue Dienstkleidung gönnen. Die Mitarbeiter haben sich wiederholt über die mangelhafte Qualität beklagt. Im April wird eine Mannschaft aus 70 Leuten (je zur Hälfte aus dem Bus- und U-Bahn-Ressort) den neuen Dress ausführlich testen, zur Wahl stehen mehrere Hersteller. Anstatt in Blau, ist das neue Outfit in Anthrazit gehalten, mit grauem Hemd und knallroter Krawatte. Zudem wird es eine sportliche Variante geben. Da man sich mit dem Testlauf Zeit lassen will, gibt’s keinen Termin über die unternehmensweite Einführung der neuen Uniform. +++

Neues Dach | In Bergedorf wurde von Samstag bis Montag (4 Uhr) eine Dachsanierung bei der S-Bahn terminiert. Dabei soll es zu keinen Fahrplanabweichungen kommen, jedoch verschiebungen von Ankunfts/Abfahrtsgleisen. Diese Meldung ist unbestätigt. +++

S1-Sperrung | Die S1/S11-Station Hochkamp wird behindertengerecht ausgebaut. Im Zuge dessen soll ein Verbau hergestellt werden. Hierfür werden beide Gleise von Samstag (1.00 Uhr) bis Montag (4.00) gesperrt und die planmäßigen Züge durch Busse ersetzt. In Blankenese sollen die Züge aus Richtung Wedel auf Gleis 3 einrollen. [Weitere Infos: PDF, Fahrplan: PDF]+++

Geofox eingeschränkt | Am HVV-Fahrplanauskunftsdienst GEOFOX wird kommenden Montag (15.03.2010), 10 Uhr, herumgebastelt. Man erwartet, dass die Unterbrechung nur 10 Minuten andauert. +++
— OR/XP

Familienzuwachs: Erster DT5 erblickt das Licht der Welt

Der neue Hamburger U-Bahn-Zug hört auf die Bezeichnung DT5.

Geräumig & hell - der Innenraum mit Wagenübergang.

— OR; Fotos: HOCHBAHN-Presse

Der neue U-Bahntyp DT5 lässt sich Zeit

1:1-Modell des DT5

Die „Bild“-Zeitung berichtet heute in ihrer Hamburger Ausgabe, dass der neue U-Bahnzug vom Typ DT5 sich etwa ein Jahr zeit lassen wird, bevor er in Hamburg fährt. Die HOCHBAHN bestätigte dies gegenüber der Zeitung, außerdem kommt das auch nicht so furchtbar überraschend – das Blatt dürfte also ausnahmsweise richtig liegen.

Als Grund wurde angegeben, das der Hersteller Alstom mit der Anfertigung so seine Probleme hätte. Der DT5 ist eine komplett neue Konstruktion und wurde speziell für das Hamburger U-Bahnsystem entwickelt. Der Prototyp wird nun erst Ende des Jahres in Hamburg erwartet, um dann ausführlich getestet zu werden, bevor die Serienlieferung beginnt. Wegen der Verzögerung erwartet die HOCHBAHN keine direkten Mehrkosten. Auch für Fahrgäste ist das nicht besonders tragisch, ist der 40 Jahre alte DT3 doch noch bestens in Schuss. Zudem wurde er ab April 2007 Zug für Zug im Innenraum modernisiert, was 4,7 Millionen Euro gekostet hat.
— OR; Bild: HOCHBAHN-Presse