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Tariferhöhung, Angebotsstraffung, Hanse Alster Cup, FC St. Pauli, Müller-Westernhagen

Tariferhöhung | Noch bevor der HVV den normalen Weg, das heißt einen Antrag an den Senat stellen, gehen konnte, bekam die Presse vorzeitig davon Wind : die Erhöhnung der Tarife zum 01.01.2013. Die jährliche Preisanpassung fällt diesesmal mit 3,5 Prozent – Durchschnitt über das gesamte Sortiment – üppig aus. Preistreiber sind Energie- und Personalkosten, jedoch auch gedeckelte Zuschüsse der Stadt. Die hat mehr Gelder für den Straßenbau bereitgestellt – da bleibt leider für die Betriebskosten des Nahverkehrs nicht mehr viel übrig. Immerhin will man zum kommenden Fahrplanwechsel die Leistung Erhöhungen (siehe untere Meldung). Zunächst müssen jedoch Senat und Bürgerschaft zustimmen, was als sicher gilt. Der HVV selbst kann die Preise nicht anheben. +++

Straffung | Gleichsam mit der Tarifanhebung wird im Fahrkartensortiment der Wildwuchs gelichtet: Die erfolglose 3-Tages-Großbereich-Karte, Kinderzeitkarte und die Zeitkarte FlexiCard verschwinden aus dem Angebot. Die Kinderzeitkarte wird durch die Schülerkarte ersetzt. Die FlexiCard hat sich erledigt: Die regulären Zeitkarten wurden und werden selbst flexibilisiert, künftig kann auch bei CC- und Seniorenkarte der Starttag selbst gewählt werden. So kann der Kunde jederzeit – und nicht nur zum Ersten eines Monats – eine Wertmarke erhalten. Dadurch minimieren sich auch die Schlangen zum Monatsersten hin an den Schaltern. Besser ist aber eh ein Abo. Da hat man einfach weniger sorgen und alles läuft gut. +++

Metrobuslinie 6 | Geht es nach Berichten der „BILD“-Zeitung, verschwindet die Metrobuslinie 6 zum kommenden Fahrplanwechsel doch nicht ganz aus der HafenCity (wie hier auf Rycon vermeldet). Offenbar ist der HVV eingeknickt. Gemecker gab es vor allem vonseiten der CDU. +++

Leistungsausweitung | Der HVV kündigt zum kommenden Fahrplanwechsel am 09.12.2012 „Neue Linien, dichtere Takte, größere Fahrzeuge“ an. Die Presse wird darüber am Donnerstag, 27.09.2012 unterrichtet. +++

Hanse Alster Cup | Sportlich geht es auf und in der Binnenalster an diesem Wochenende zu. Samstag und Sonntag (23.09.2012) wird beim „Eon Hanse Alster Cup“ geschwommen und gerudert. Die U-Bahnen fahren bis 22 Uhr (Sonntag bis 21 Uhr) in voller Zugstärke; die S1, S21, S3 und S31 trudeln stets als Vollzug (6 Wagen) am Bahnsteig ein. +++

FC St. Pauli | gewinnt hoffentlich am Dienstag, 25.09.2012 ab 17.30 Uhr, gegen den VfR Aalen und fegt diese vom Platz. Bei Bedarf wird die U3 mit Sonderzügen verstärkt. +++

Müller-Westernhagen | Der Marius trällert am Dienstag, 25.09.2012, in der O2 World von 18 bis ca. 22.30 Uhr. Erwartet werden 9.000 Besucher, die hoffentlich alle brav mit dem Hamburger Nahverkehr anreisen. Für die Rückfahrt werden drei Sonderzüge bereitgestellt. +++

U1-Sperrung | Zwischen Ohlsdorf und Fuhlsbüttel Nord muss aufgrund von Gleisbauarbeiten die U1 in beide Richtungen gesperrt werden. Von Freitag (21.30 Uhr) bis Sonntag, 30.09.2012, Betriebsschluss, verkehren ersatzweise Busse. Die fahren ab/bis U1 Langenhorn Markt, um auch mobilitätseingeschränkten Menschen eine gute Verbindung zu bieten. +++

Wartungsarbeiten | In A Henstedt-Ulzburg müssen die Aufzüge gewartet werden. Donnerstag, 27.09.2012, von 08 bis 11 Uhr stehen diese leider nicht zur Verfügung; nur die festen Treppen sind dann da. Servicepersonal wird von der AKN eingesetzt, damit auch Leute, die nicht (oder gar nicht) zu Fuß gehen können, den Nahverkehr nutzen können. +++

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Streikpause: A-Bahn fährt nach regulärem Plan

Seit Donnerstag dem 21.07.2011, also weit über einem Monat, mussten Kunden der A-Bahn besonders leiden – wird doch seitdem die AKN von in der GDL organisierten Triebfahrzeugführern bestreikt. Nun können die geplagten Kunden in den Streikurlaub gehen, denn Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich zu einer Schlichtung durchgerungen. Die AKN suchte das Gespräch mit der Gewerkschaft bereits am 24.08.2011.

Offiziell enden die Arbeitskampfmaßnahmen laut GDL am heutigen Dienstag. Auf den drei A-Bahn-Linien soll, so das Unternehmen, der Betrieb bis zum späten Nachmittag normalisiert werden.

Als Schlichter fungiert der ehemalige sächsische Ministerpräsident Professor Georg Milbradt, CDU. Für 8 Wochen ist Streikpause. ♦
— Foto: Rycon

Neues im Busverkehr, Streik bei der AKN, Personalien beim metronom, CSD 2011

In der Kürze liegt die Würze und daher flugs einige Meldungen zusammengefasst.

Kleine Änderungen im Busverkehr ab 14.08.2011: Für die Linien 26, 174 sowie 21, 183 und 283 wurde jeweils eine neue Haltestelle spendiert. In Veddel gibt es bei der 354 eine Linienänderung und drei zusätzliche Fahrten in der morgendlichen Hauptverkehrszeit. In Harburg bekommt der 4244 ab 18.11.2011 einen neuen Fahrplan verpasst, wodurch sich neue Anschlusszeiten der 144 und 340 ergeben. Weitere Infos: hier. +++

Streiktage 15 bis 18: Wer in der nördlichen Metropolregion zutun hat und auf die A-Bahn angewiesen ist, braucht weiterhin ein dickes Fell. Die Lokführergewerkschaft GDL bestreikt unverdrossen die AKN, was zu einem dürren Fahrtenangebot führt. Hinzu kommen an diesem Wochenende Bauarbeiten zwischen Eidelstedt und Burgwedel auf der A1 (08.08. – 08.08.2011), die einen – stündlichen – Schienenersatzverkehr mit Bussen erfordert. Sieht weiterhin nicht so aus, als ob der Arbeitskampf auf ein friedliches Ende hinausläuft. Weitere Infos: da. +++

Personalien: Das Vorzeige-Eisenbahnverkehrsunternehmen metronom ist in der letzten Zeit ziemlich ins Schlingern geraten. Geschasste, aber erfolgreiche Geschäftsführer, grummeln in der Belegschaft, Konflikte mit der GDL, klapprige Einführung eines eigenen Vertriebs (Fahrkartenautomaten), gestrichene Verstärkerfahrten, fehlende Sitzplatzreservierung – jede Menge zutun also. Einen Teil dieser Herausforderungen widmet sich ab Oktober der neue technische Geschäftsführer, Jan Görnemann, 40. Kaufmännischer Geschäftsführer bleibt weiterhin der glücklose Wolfgang Birlin. Ihm beiseitegestellt wird als Prokurist Enno Poppinga, 41, bei der BeNEX für Ausschreibungsprojekte zuständig. BeNEX, die Holdinggesellschaft der Hamburger Hochbahn AG, ist an dem metronom gesellschafterisch beteiligt. Bis zum 01.08.2011 verzichtet übrigens die GDL auf weitere Streiks. +++

Grünes Licht für rosa Zeiten: Der 31. Christopher Street Day, CSD, sorgt an diesem Wochenende für bunte Zustände in der Innenstadt. Seit 15 Uhr ist am Jungfernstieg/Ballindamm das Straßenfest eröffnet; Kern der Veranstaltung bildet die morgige Parade ab 12 Uhr, Start in der Langen Reihe (Route: hier). Das Schnellbahnangebot im HVV wird entsprechend am Samstag, 06.08.2011, verstärkt. S1, S21, S3 mit Vollzügen (6 Wagen) sowie alle U-Bahn-Linien mit maximalen Zuglängen bis 0.30 Uhr. Verstärkerfahrten alle 10 Minuten auf der S1, S3, U1 und U2 bis ebenfalls 0.30 Uhr. Die U3 verkehrt planmäßig im dichten Takt. Bitte die aktuelle U3-Sperrung zwischen Berliner Tor und Mundsburg beachten.

Achtung! In der Innenstadt kommt es, wie bei jeder Parade und großflächigen Straßensperrungen, zu erheblichen Einschränkungen im Busverkehr. Insbesondere in der Zeit zwischen 11.45 und 15.15 Uhr sollte wo immer möglich auf die Schnellbahnen ausgewichen werden. +++

Die Streikfront

Kleine Gruppen und Grüppchen versprühen stets sympathischen Charme. Da erhebt sich ein angeblich kleiner David gegen die oft so übermächtig erscheinenden Goliats dieser Welt. Im Kampf gegen Ungerechtigkeiten der Obrigkeit oder dem unsozialen Verhalten von Unternehmen, die ihre Mitarbeiter mit einem Hungerlohn ausbeuten, stehen sogenannte Bürgerproteste oder Minigewerkschaften wie die GDL. Ihnen, den letzten Rächern der Enterbten, gehört unser Herz.

Dabei dienen Bürgerproteste oftmals nur Einzelinteressen einiger weniger, die es aber so geschickt Verpacken, das es sich wie ein kollektiver Aufschrei anhört. Zum Beispiel wenn wenige Häuslebauer Windräder oder Hochspannungsleitungen ablehnen, der Optik wegen. Oder lieber stockenden Autoverkehr vor dem Schaufenster haben, als eine dahingleitende Stadtbahn.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer , GDL, circa 34.000 Mitglieder, genoss bisher auch den Charme eines Underdogs, vertritt im Kern jedoch nur ein kleines Grüppchen unter den Eisenbahnern. Sie steht dabei nicht nur im Kampf mit den Arbeitgebern, sondern auch mit der Konkurrenz namens Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, EVG, mit gut 240.000 Mitgliedern das Schwergewicht schlechthin. Beide Gewerkschaften kratzen sich gegenseitig die Augen aus, besonders die GDL stichelt gerne.

Das muss sie auch, denn es geht letztlich um ihre Daseinsberechtigung, weshalb die GDL auch als besonders kompromisslos gilt, was sie natürlich als Stärke verkauft. Eigentlich ist dies jedoch eine Schwäche, denn um sinnvoll verhandeln zu können, müssen logischerweise beide Seiten kompromissbereit und -fähig sein.

Zurzeit steht die GDL im Arbeitskampf mit den sogenannten „privaten“ Bahnbetreibern, in der Metropolregion daher mit der Nord-Ostsee-Bahn (NOB), der AKN und dem metronom. In der öffentlichen Diskussion meist wenig beachtet wird, das es unter den Eisenbahnern bereits einen Branchentarifvertrag gibt; jedoch mit der EVG. Die GDL lehnt, man will ja etwas gleicher sein als die anderen, den Vertrag ab.

Speziell mit der AKN und dem metronom hat man jedoch zwei Gegner vor sich, die mit der riesigen Deutschen Bahn nicht vergleichbar sind.

David gegen David

Die AKN ist selbst ein kleiner David, dessen zukünftige Entwicklung mehr als ungewiss ist. Nicht unwahrscheinlich, dass es dort in ein paar Jahren gar keine Lokführer (in diesem Falle: Triebfahrzeugführer) mehr gibt, welche die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer vertreten könnten.

Auf dem Tisch liegen Pläne, dass sich die AKN nur noch auf die Infrastruktur konzentriert und den eigentlichen Fahrbetrieb an ein anderes Unternehmen abgibt oder verliert. Da die AKN seit Jahren hohe Verluste einfährt und auch weiter einfahren wird, und früher oder später enorme Investitionen in den Fuhrpark anstehen, sieht die Zukunft deprimierend düster aus.

Das Unternehmen wehrt sich mit Händen und Füssen gegen Behauptungen der GDL, es würden Dumpinglöhne gezahlt; im Durchschnitt läge das Brutto-Durchschnittseinkommen bei monatlich 3.016,66 Euro.

Nach einem „Abendblatt“-Bericht deutet sich an, dass die GDL gerade einmal 20 bis 25 Mitglieder unter 83 Triebfahrzeugführer hat. Insgesamt zählt die Belegschaft etwas über 300 Köpfe.

Gut gegen Gut

Mit dem metronom legt sich die GDL mit einem Unternehmen an, das ausgerechnet als Musterknabe unter den privaten Eisenbahnbetrieben gilt. Das wird selbst von der GDL nicht bestritten, in einem Tarifkonflikt mit der ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) im letzten Jahr verwies die GDL sogar explizit auf das gute Gehalt beim metronom.

Ab dem 19.05.2011 verhandelten metronom und GDL, die Gewerkschaft zeigte sich auch anfangs recht angetan. Am 17.06.2011 scheiterte dann die Tarifverhandlung, wobei sich – wie üblich in solchen Situationen – die Streithähne gegenseitig die Schuld zuschieben.

Nach eigenen Angaben [PDF] bot der metronom durchaus respektable Dinge an.

Der von Metronom vorgeschlagene firmenbezogene Verbandstarifvertrag für alle tarifgebundenen Mitarbeiter beinhaltete folgenden Kernelementen:

• Einmalzahlung: 500,00 Euro brutto für jeden seit 1.7.2010 vollbeschäftigten Tarifmitarbeiter
• Verdopplung des Sonntagszuschlags sowie Erhöhung von Feiertags- und Nachtzuschläge
• 2 bis 3 % höhere Einkommen für alle Mitarbeiter, abhängig von der Betriebszugehörigkeit

Darüber hinaus wurde die Erweiterung der Entgelttabelle und Erfahrungszulagen für langjährige Triebfahrzeugführer und Fahrgastbetreuer sowie mehr Sicherheit im Falle eines Betreiberwechsels angeboten. Dieses Angebot wurde von der GDL abgelehnt.

Die GDL giftete dagegen ausgerechnet mit dem Sachverhalt, dass der metronom eine gute Vergütung zahle, und macht ein erstaunliches Fass auf:

„Für die GDL sieht es klar danach aus, dass die metronom von den Gesellschaftern, allen voran der italienischen Netinera-Gruppe, an die Wand gefahren werden soll“, so der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord, Lutz Schreiber. „Gerade die kürzlich nicht erfolgten Bewerbungen auf Ausschreibungen mit dem hohen Tarifniveau der metronom spiegeln wider, dass nach dem Willen der Gesellschafter der Wettbewerb weiterhin über das Einkommen und damit auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden soll.“ […] Außerdem bestreitet der Arbeitgeber selbst die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens wegen des heute – angeblich – schon hohen Einkommensniveaus. Das ist zwar Unsinn, jedoch will der Arbeitgeber schon das Feld bestellen, um das Ende des Unternehmens vorzubereiten.

Also: Das gut-zahlende Unternehmen lässt Tarifverhandlungen scheitern, weil die Gesellschafter das eigene, erfolgreiche Unternehmen an die Wand fahren wollen.

Diese Behauptung wirkt nicht nur erstaunlich paradox und konstruiert, es duftet geradezu nach einer obskuren Verschwörungstheorie. Was das für eine ominöse Ausschreibung gewesen sein soll, auf die sich der metronom angeblich nicht bewarb (was im Übrigen Hunderte Gründe haben kann), geht aus der Mitteilung nicht hervor.

Kein Ende in Sicht

Die Fronten sind derart verhärtet, dass ein Ende der Streikerei nicht absehbar ist. Speziell die GDL vergreift sich immer öfters im Ton (selbst im sowieso schon martialistischen Gewerkschaftersprech) und wirkt mit ihren Behauptungen äußerst unseriös, geradezu unglaubwürdig. Der Underdog verliert langsam aber sicher jegliche Sympathie.

Seit Montag, 20.06.2011, wird der metronom und bereits seit Freitag, 17.06.2011 die NOB unbefristet lahmgelegt. Die AKN dürfte auch bald wieder dran sein. ♦

Unbefristeter Streik bei AKN


Seit 11 Uhr ruft die GDL erneut ihre Mitglieder bei der AKN dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Eine Frist wurde nicht gesetzt. Auf den A-Bahn-Linien A1, A2 und A3 kommt es zu teils erheblichen Einschränkungen. Ab ca. 13 Uhr gilt auf der A1 und A2 ein Stundentakt. Aktuelle Fahrplaninformationen gibt es auf der Homepage der AKN. ♦

Beendet seit 2 Uhr heute Nacht. Die AKN verkehrt noch weiter nach dem Notfahrplan. ♦
— Foto: Rycon

GDL ruft spontan bei AKN zum Streik auf

Eine „härtere Gangart“ hätten die Arbeitgeber – unter anderem die AKN – „provoziert“, meint die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer , GDL. Ab sofort werden Streiks nicht mehr zwölf Stunden vor Streikbeginn angekündigt, sondern nach Lust und Laune gestartet.

AKN seit 8 Uhr im Streikzustand

Seit knapp 60 Minuten wird erneut die AKN mit Arbeitsniederlegungen überzogen. Inwieweit der Betrieb aufrechterhalten bleibt, ist bisher – Stand 8.55 Uhr – noch nicht bekannt. (Aktuelle Infos der AKN: hier.)

Die GDL behauptet, im aktuellen Konflikt hätte das Kaltenkirchener Bahnunternehmen ein bereits abgelehntes Angebot schlicht noch einmal eingereicht. „Das ist eine Verhöhnung sowohl der GDL als auch der Lokomotivführer“, empört sich GDL-Chef Claus Weselsky in der hauseigenen Pressemitteilung.

Immerhin, zu früher Stunde ist die GDL für Scherze aufgelegt:

Die AKN ist ein durchaus erfolgreiches Unternehmen.

Grätchenfrage, wie „durchaus“ zu interpretieren ist.


Aktualisierung, 19.10 Uhr: Die AKN wurde, was auch Sinn und Zweck eines nahezu unangekündigten Streiks ist, kalt erwischt. So dauerte es eine gewisse Zeit, bis die Notfahrpläne einsetzten, nicht-streikendes Fahrpersonal akquiriert und disponiert, Schienenersatzverkehr(e) mit Bussen organisiert, sowie die Fahrgastinformation aktualisiert wurde.

AKN-Sprecher Jörg Minga betonte auf NDR 1 Welle Nord, dass der Arbeitskampf der GDL nicht nur unangenehm für Fahrgäste ist, sondern „letztendlich auch auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgetragen wird, die für die GDL-Streikenden Kollegen in die Bresche springen“. Zugleich fordert die AKN die Lokführergewerkschaft auf, den längst abgeschlossenen Tarifvertrag mit der branchenweit agierenden Gewerkschaft EVG zu respektieren. Denn einen Tariffrieden gibt es schon längst – nur eben nicht mit der kleinen Splittergewerkschaft GDL.

Die kündigt derweil an, die aktuell laufenden Arbeitsniederlegungen ihrer Mitglieder um 20 Uhr zu beenden. Bis auf weiteres gelten die Notfahrpläne weiter. ♦

AKN und NOB werden ab heute erneut bestreikt

Zu einer neuen Runde – diesmal volle 72 Stunden – Arbeitskampf lädt die GDL ihre Mitglieder ein. Zu Zugausfällen kommt es ab heute, 03.05. ab 14 Uhr, bis einschließlich Freitag, 06.05.2010, bei der AKN und Nord-Ostsee-Bahn, NOB.

Mit dem metronom befindet sich die Gewerkschaft im „Verhandlungsmodus“, weshalb dort nicht die Arbeit niedergelegt wird und alles nach Plan verkehrt. Züge der Deutschen Bahn sind wie die letzten Male nicht betroffen, da hier die Verhandlungen bereits erfolgreich abgeschlossen wurden.

Vom Arbeitskampf betroffen sind also:

  • A1, A2, A3 (AKN)
  • R60 (NOB)
    Altona/Hamburg Hbf ↔ Westerland
  • R70 (NOB)
    Altona/Hamburg Hbf ↔ Kiel/Flensburg

Die AKN versucht, auf ihren Linien A1 und A2 zumindest einen Stundentakt auf die Beine zu stellen. ♦
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