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Warnstreik bei KViP, ABG und Autokraft bis 10 Uhr

Die Busbetriebe PVG, KviP, ABG (Ahrensburg) und Autokraft werden seit den frühen Morgenstunden in der Metropolregion mit einem Warnstreik beglückt. Der Warnstreik soll bis 9 / 10 Uhr andauern. Zum Teil kann es auch danach noch zu Unregelmäßigkeiten im Busverkehr der betroffenen Unternehmen dauern, bis sich die Lage wieder eingependelt hat.
— Stand: 07.34 Uhr +++

Die PVG ist , entgegen den ersten Meldungen, doch nicht betroffen.
— Stand: 08.50 Uhr +++

Warnstreik beendet. Bis Busbetrieb normalisiert ist, kann es noch etwas dauern.
— Stand: 09.15 Uhr ♦

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Mediation beginnt – vorerst keine Busfahrerstreiks mehr

Wie an dieser Stelle bereits berichtet, haben sich die Kontrahenten des Tarifkonflikts auf ein Mediationsverfahren geeinigt. Die Eckpunkte hierfür wurden nun festgelegt; ver.di beruft als Mediator Klaus Buß (67, SPD), ehemaliger Innenminister Schleswig-Holsteins. Der Arbeitgeberverband OVN schickt den ehemaligen Kieler Landtagspräsidenten Martin Kayenburg (70, CDU) ins Rennen.

OVN-Chef Walter Koch zeigt sich zuversichtlich:

„Wir setzen auf die Integrationsfähigkeit und Erfahrung zweier allgemein anerkannter Persönlichkeiten und sind zuversichtlich, mit ihrer Hilfe endlich den Durchbruch in den zuletzt festgefahrenen Verhandlungen erzielen zu können.“

Auch der ver.di-Sprecher Frank Schischefsky hegt die Hoffnung, den Konflikt zu beenden:

„Wir wollen, dass die Mediation ein Erfolg wird und werden deshalb, ab sofort, bis zum Abschluss dieses Verfahrens auf weitere Streiks verzichten“

Die Mediation startet am kommenden Montag und soll möglichst innerhalb von zwei Wochen erfolgreich abgeschlossen werden. Bis zum 18.03.2010 wird es keine weiteren Arbeitsniederlegungen der Busfahrer geben. Beide Seiten wollen in dieser Zeit sich gegenüber der Presse in Schweigen hüllen.
— OR

Hoffnungsschimmer am Horizont

Vor über sieben Monaten wurde der Tarifvertrag des privaten Busgewerbes in Schleswig-Holstein gekündigt. Seitdem kann man den Tarifkonflikt als festgefahren bezeichnen. Nun kommt vielleicht ein wenig Bewegung hinein. Die Gewerkschaft ver.di-Nord hat mit dem Arbeitgeberverband OVN in „einem konstruktiv geführten Gespräch“ sich „über den Weg in ein Mediationsverfahren verständigt“, so ver.di-Sprecher Frank Schischefsky in einer Mitteilung.

Schlichtung abgelehnt

Zuvor (25./26.02.2010) hatte man das OVN-Angebot einer Schlichtung brüsk zurückgewiesen. OVN-Geschäftsführer Walter Koch appellierte an ver.di, „nunmehr auf weitere Streikmaßnahmen zu verzichten und auf die Schlichtung einzugehen“. Man hatte auch schon entsprechendes Personal rekrutiert:

„Mit dem früheren Landtagspräsidenten Martin Kayenburg und dem früheren VDV-Landesgruppenvorsitzenden Hajo Graf Vitzthum stünden hierfür zwei allgemein anerkannte Persönlichkeiten zur Verfügung.“

Ver.di zeigte sich über die Art und Weise der Kommunikation, eine Schlichtung per Pressemitteilung anzubieten, ziemlich verschnupft und die vorgeschlagenen Schlichter stießen beim Gewerkschafter Schischefsky auf wenig Gegenliebe:

„Ein weiteres Stück aus dem Tollhaus OVN – denn einer der vorgeschlagenen Personen stammt aus dem eigenen Lager der Arbeitgeber und war Vorstandsmitglied der Rostocker Straßenbahngesellschaft. Das wäre so, als würden wir den gerade aus dem Amt verabschiedeten ehemaligen DGB Vorsitzenden Peter Deutschland vorschlagen.“

In schönster Soap-Opera-Manier giftete der Arbeitgeberverband zurück und drückte sein „Unverständnis“ für die Ablehnung aus:

„Nachdem ver.di uns bereits ein Spitzengespräch verweigert hat, lehnt man aus fadenscheinigen Gründen nun auch eine Schlichtung durch neutrale Dritte ab“

Immerhin bezeichnete Schischefsky eine Mediation als „denkbare Möglichkeit, die verhärteten Fronten aufzuweichen“, und so soll es nun wohl dazu kommen. Morgen, am Donnerstag, will man sich über die Eckpunkte und der Mediatoren verständigen. Ver.di hat seinen Vertrauensmann schon vorgeschlagen; der frühere Innenminister Schleswig-Holsteins, Klaus Buß, soll ran. Die Gewerkschafter möchten das Verfahren auf maximal zwei Wochen begrenzen.

In dieser Zeit könnten auch die Fahrgäste aufatmen, denn:

Selbstverständlich wird in dieser Zeit eine Art „freiwillige Friedenspflicht“ herrschen um das Verfahren nicht zu belasten.

Vielleicht einigen sich beide Seiten ja auf eine Lösung. Die Champagnerflasche bleibt zwar vorerst geschlossen, aber man kann sie ja schon einmal kühl stellen.
— OR; Bild (Grundlage): Stephanie Hofschlaeger, Pixelio.de

Morgen wird gestreikt / Busfahrer gehen auf die Straße (Update)

Im Tarifkonflikt ist leider weiterhin keine Einigung in Sicht. Für morgen, Mittwoch (03.03.2010), ruft die Gewerkschaft ver.di-Nord erneut die Busfahrer zur Arbeitsniederlegung auf. Betroffen sind neben den üblichen Verdächtigen – PVG, EVG (Elmshorn) und KViP (Uetersen) – auch die abg (Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft) und die Steinburger Linien (Itzehoe). Der Arbeitsausstand soll um 13 Uhr beginnen, über die Dauer des Streiks wurden noch keine Angaben gemacht. Der morgendliche Schüler- und Berufsverkehr findet also statt. Welche Buslinien betroffen sein werden, steht – wie üblich ausführlich und übersichtlich – auf der PVG-Website.

„Schluss mit menschenunwürdigen Niedriglöhnen!“

Erstmals gehen die streikenden Busfahrer für ihre Interessen auf die Straße. Über den Verlauf der Demo berichtet das „Hamburger Abendblatt“:

Die Auftaktkundgebung beginnt um 14.30 Uhr auf dem Gänsemarkt. Nach mehreren Zwischenstopps ist gegen 16.45 Uhr die Abschlusskundgebung auf dem Hachmannplatz vor dem Hauptbahnhof geplant.

Erwartet werden mehrere Hundert Demonstranten, die Aktion findet unter dem Banner „Schluss mit menschenunwürdigen Niedriglöhnen!“ statt.

Update, 21.10 Uhr:
Inzwischen liegt auch eine Pressemitteilung von ver.di vor, die bezüglich der Demo konkretere Informationen enthält:

14:30 Uhr Auftaktkundgebung auf dem Gänsemarkt
Sammeln zur Abfahrt mit den Demo-Bussen ab 13:30 Uhr ab dem Betriebshof Schenefeld, Osterbrooksweg 73, 22869 Schenefeld (Abfahrt ca. 13:45 Uhr)

2. Kundgebung ca. 15:35 – 15:35 Uhr, Stadthausbrücke vor der BSU [Anmerkung: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt]

3. Kundgebung ca. 16:10 – 16:25 Uhr, Spitaler Straße vor dem Mönckebergbrunnen

Abschlusskundgebung ca. 16:45 – 17:00 Uhr, Hachmannplatz vor dem Hauptbahnhof

Demonstrationsroute:
Gänsemarkt (Finanzbehörde), Gerhofstraße, Poststraße, Große Bleichen, Axel-Springer-Platz, Stadthausbrücke (Behörde für Stadtentwicklung/Umwelt), Neuer Wall, Jungfernstieg, Bergstraße, Mönckebergstraße, Steintordamm, Kirchenallee, Hachmannplatz

Zu dem Thema Verhandlungen äußert sich Gewerkschaftssprecher Frank Schischefsky wie folgt:

„Im Laufe des Mittwochs werden die Verhandlungsführer sich treffen, um die Möglichkeit eines Mediationsverfahrens und einer damit einhergehenden Streikpause auszuloten. Wir werden dabei einen personellen Vorschlag für einen Mediator unterbreiten, um eine Einigung voranzutreiben. Eine Mediation macht nur Sinn, wenn die Mediatoren auf beiden Seiten Akzeptanz finden, da es keine Schlichtungsvereinbarung gibt“ … „Mit den erneuten Streiks wollen die Beschäftigten der betroffenen Betriebe zeigen, dass eine Streikpause nur so lange halten kann wie der Eindruck entsteht, dass ein Wille der Arbeitgeber zur Einigung besteht, und die Mediation Aussicht auf Erfolg hat“

— OR

Der Streik geht in die nächste Runde

Ab heute früh, 16.02.2010 (3 Uhr), fahren erneut viele Busse nicht: PVG, EVG (Elmshorn) und KVIP (Uetersen) werden erneut bestreikt. Die Gewerkschaft ver.di setzt damit den Arbeitskampf im privaten Omnibusverkehr in Schleswig-Holstein fort. Aufgrund der Witterungsverhältnisse hatte man seit 02.02.2010 auf Streikmaßnahmen verzichtet.

Der Arbeitgeberverband OVN bot Sondierungsgespräche an, die ver.di aber als halbherzig und unzureichend zurückweist. Ver.di-Pressesprecher Frank Schischefsky:

Zwar flatterte verschiedenen Gewerkschaftssekretären ein „Angebot“ in das E-Mail-Postfach, doch die Bestandteile dieser Mails blieben sogar noch hinter denen der Sondierungsgespräche zurück

Auf folgenden PVG-Linien werden keine Busse auftauchen:
MetroBus: 1, 2, 3, 15, 21, 22*
SchnellBus: 48, 49
StadtBus: 185, 186, 189, 256, 281, 284, 285, 286, 288, 289, 389, 489, 585, 589
NachtBus: 601, 602
Einzelne Fahrten der Linien  594, 7141 und 6541 werden entfallen.

Im Gebiet der KViP erwischt es die Buslinien 60, 61, 63, 66, 67, 68, 73, 489, 589, 789 sowie 506.
Ob die auf den Schülerverkehr abgestimmten Buslinien im Raum Barmstedt (6542, 6543, 6544) betroffen sein werden, kann die KViP erst morgen früh mitteilen.

Der Stadtverkehr in Elmshorn (EVG) mit seinen Linien 500, 501, 502, 503, 504, 505, 506 und 507 wird ebenfalls bestreikt.

Ohne Gewähr; Informationen sind auf den Webseiten der PVG und KViP abrufbar.


*) Bei der MetroBus-Linie 22 zwischen U-Kellinghusenstraße und S-Stellingen wird die HOCHBAHN einen unregelmäßigen Verkehr aufrechterhalten. Diese Linie ist eine Gemeinschaftskonzession von HOCHBAHN und PVG, daher wird der HOCHBAHN-konzessionierte Abschnitt weiter bedient.

Um die Auswirkungen abzufedern, verstärkt die HOCHBAHN – bei Bedarf –  folgende SchnellBus-Linien:

36 S-Blankenese ↔ Bf. Altona
37 Schenefeld ↔ Bf. Altona
39 Teufelsbrück ↔ Eidelstedter Platz

Für die betroffenen Abschnitte entfällt der SchnellBus-Zuschlag.

Mehr zum Thema auf Rycon:

— OR; Stand: 16.02.2010, 07.15 Uhr.

ver.di verzichtet diese Woche auf weitere Streiks

Aufgrund der Wetterlage verzichtet die Gewerkschaft ver.di in dieser Woche auf weitere Streiks. Die derzeitigen Witterungsbedingungen seien zu gefährlich für Fahrgäste, teilt die PVG auf ihrer Website mit.
Bereits im Dezember hatte die Gewerkschaft ihre Warnstreiks aus Rücksicht auf die Fahrgäste ausgesetzt, als eine ähnliche Wetterlage herrschte. Der aktuelle Tarifkonflikt bezieht sich auf den privaten Busverkehr in Schleswig-Holstein, zu dem auch die PVG mit ihren Töchtern ABG (Ahrensburg) und EVG (Elmshorn) sowie die KViP zählt. Die Arbeitnehmer führen ihren Arbeitskampf unter dem Motto „ein Land, ein Lohn“ und fordern die Angleichung der Löhne an die anderen Busverkehrsunternehmen.
Sollte es das Wetter zulassen, könnten weitere Streiks in der nächsten Woche drohen.
— OR

Busfahrerstreik in der Metropolregion geht in die nächste Runde

Für Freitag, den 29.01.2010 hat ver.di einen weiteren Streik bei der PVG und KViP angekündigt. Los geht es ab 3.00 Uhr, der Arbeitskampf geht 24 Stunden. Dies teilt die KViP auf ihrer Website mit. Inzwischen äußert sich auch ver.di in einer Mitteilung – auch bei der Ahrensburger Busgesellschaft (ABG) wird morgen gestreikt. ver.di geht davon aus, das bis zu 400 Busse in ihren Depots bleiben.

Auf folgenden PVG-Linien werden keine Busse auftauchen:
MetroBus: 1, 2, 3, 15, 21, 22*
SchnellBus: 48, 49
StadtBus: 185, 186, 189, 256, 281, 284, 285, 286, 288, 289, 389, 585, 6541
NachtBus: 601, 602, 621
Betroffen sind ferner einige Fahrten auf den Linien 281,  594 und 7141.

Im Gebiet der KViP sind die Buslinien 60, 61, 63, 66, 67, 68, 73, 489, 589, 789, 506 sowie im Raum Barmstedt die Linien 6542, 6543 und 6544 von dem Arbeitskampf betroffen.

Der Stadtverkehr in Elmshorn mit seinen Linien 500, 501, 502, 503, 504, 505, 506 und 507 wird ebenso bestreikt.

Auch der Stadtverkehr Ahrensburg wird bestreikt, betroffen sind die Linien 437, 169, 569, 576, 269, 476, 769, 776 und E69 sowie einige Fahrten auf der 8112.

Ohne Gewähr; Informationen sind auf den Webseiten der PVG und KViP abrufbar.


Der HVV empfiehlt auf seiner Website:

Achtung: Besucher des morgigen Bundesliga-Heimspiels Hamburger SV – VFL Wolfsburg sollten nach Möglichkeit mit der S-Bahn über Stellingen anreisen und den dortigen Shuttle-Verkehr nutzen. Die PVG-Buslinien rund um die HSH-Nordbank-Arena (u.a. 1,2,3,22) verkehren nicht.


*) Bei der MetroBus-Linie 22 zwischen U Kellinghusenstraße und S Stellingen wird die HOCHBAHN einen unregelmäßigen Verkehr einrichten. Diese Linie ist eine Gemeinschaftskonzession von HOCHBAHN und PVG, daher wird der HOCHBAHN-konzessionierte Abschnitt weiter bedient.

Um die Auswirkungen abzufedern, verstärkt die HOCHBAHN – bei Bedarf –  folgende SchnellBus-Linien:

36 S-Blankenese ↔ Bf. Altona
37 Schenefeld ↔ Bf. Altona
39 Teufelsbrück ↔ Eidelstedter Platz

Für die betroffenen Abschnitte entfällt der SchnellBus-Zuschlag.

Nachtrag, 20.00 Uhr: An Zahlreichen Bushaltestellen wurden wieder Infozettel angebracht.

Mehr zum Thema auf Rycon:

— OR; Stand: 29.01.2010, 11.00 Uhr; Bild: Rycon.