Archive for the ‘Alltag’ Category

Hamburger Alltag (37)

Zeit: 06/2011, 21.10 Uhr; Ort: S Wandsbeker Chaussee; Linie: S1; Störung: —

Ein schwer besoffener Mann – 3,82 Promille wurden später gemessen – pinkelte vom Bahnsteig aus in den Gleisbereich. Der 31-Jährige schwankte und wankte bei seiner Notdurft erheblich. Schließlich kippte er völlig um und küsste dabei die Schienen, verfehlte die Stromschiene – 1.200 Volt Spannung – nur knapp. Er blieb zunächst regungslos im Gleisbett.

Der Triebfahrzeugführer einer einfahrenden S1 sah den Mann liegen und leitete eine Schnellbremsung ein. Der Zug kommt rechtzeitig zum stehen, der Betrunkene wird glücklicherweise nicht erfasst. Am Bahnsteig stehende Fahrgäste hüpften ins Gleisbett und retteten den Mann aus seiner misslichen Lage. Die für Eisenbahnanlagen zuständige Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen Verdacht auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ein. ♦

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Hamburger Alltag (36)

Zeit: 06/2011, kurz vor 17 Uhr; Ort: U Hagendeel; Linie: U2; Verspätung: 34 Minuten.

Einem Herrn entwischte auf dem Bahnsteig sein Hund, welcher sich die Gleisanlagen offenbar genauer erschnüffeln wollte. Zwischen den Haltestellen Niendorf Markt und Joachim-Mähl-Straße machte der Hund auf seiner Erkundungstour ein kleines Päuschen und  es sich unter einen U-Bahn-Zug gemütlich.

Um den Köter ungefährdet bergen zu können, musste der Fahrstrom abgeschaltet und ein Ersatzverkehr zwischen Niendorf Markt und Niendorf Nord eingerichtet werden. Sein Besitzer und Mitarbeiter der HOCHBAHN-Wache machten den Schlawiner ausfindig und konnten ihn retten. Je Richtung fielen zwei Zugfahrten aus.

Hinweis: Bei solchen Ereignissen niemals eigenmächtig die Gleisanlagen betreten!

Hamburger Alltag (35)

Zeit: 06/2011, gegen 0.30 Uhr; Ort: ST/SL; Linie: U2/U3; Verspätung: 24 Minuten.

Zwischen Sternschanze (ST) und Schlump (SL) meldet ein U3-Zugfahrer eine Rauchentwicklung in den Tunnelanlagen. Sowohl der Zug als auch die besagten Haltestellen werden umgehend evakuiert. Ersatzverkehre mit Taxen und Bussen angefordert sowie Umstellung auf Kehrbetrieb Hagenbecks Tierpark/Messehallen (U2) und Kellinghusenstraße/St. Pauli (U3) eingerichtet.

Als Ursache für die Rauchentwicklung stellte die Feuerwehr ein Bengalisches Feuer fest und gab kurze Zeit später den Zugverkehr wieder frei.

Ausgefallen: 11 Zugfahrten, eingesetzt: 2 Sonderzüge. ♦

Hamburger Alltag (34)

Zeit: 04/2011, nach 18 Uhr; Ort: Wandsbek; Linie: 25; Störung: 39 Minuten.

Ein Fahrgast weigert sich, die notwendige Fahrkarte zu bezahlen. Er wird ausfallend und bespuckt den Busfahrer mehrmals. Der Fahrer betätigt den verdeckten Überfallnotruftaster. Anschließend flüchtet der Täter.

Die im Bus befindlichen, anderen Fahrgäste werden vom nachfolgenden Bus der gleichen Linie übernommen. Nach Reinigung der Dienstkleidung nimmt der Fahrer seinen Plan wieder auf. ♦

Hamburger Alltag (33)

Ein Sonntagabend im winterlichen Januar: Drei Jugendliche bombardieren einen Busfahrer, der im Fahrzeug seine Pause verbringt, mit derart vielen Schneebällen, dass er, Unterlagen und Cockpit völlig durchnässt sind. Mit tropfnasser Kleidung – trotz Kälte – nimmt er die Fahrt pünktlich auf und wird kurz darauf abgelöst. ♦

Hamburger Alltag (32)

Ein Donnerstag im morgendlichen Hamburg: Ein Mann fällt durch sein aggressives Verhalten im Bus auf. Die herbeigerufenen Polizeibeamten entfernen ihn in Poppenbüttel aus dem Fahrzeug und ziehen sich zurück. Kurz darauf betritt der Mann einen Bus der Linie 178 durch Tür II.

Einige Haltestellen später stürmt der Mann nach vorne und pöbelt den Busfahrer an, er solle Gas geben. Unvermittelt und ohne erkennbaren Grund schlägt der Mann dem Fahrer mit der Faust ins Gesicht. Anschließend flüchtete der Täter. Der verletzte Fahrer löst einen Überfallnotruf aus.

Zeitgleich rufen bereits andere Fahrgäste die Polizei per Mobiltelefon an. Die zum Einsatzort fahrenden Polizisten können den flüchtenden Täter stellen und vorläufig festnehmen. Der Busfahrer wird per Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren. Zeugen stellen sich zur Verfügung, die sich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte um den Fahrer kümmern. Videodatenträger gesichert. Täter hat keinen festen Wohnsitz.

Störung: Knapp 30 Minuten. Spätere Fahrten durch Bereitschaftswagen geleistet.
— XP

Hamburger Alltag (31)

Halloween, spät abends: Jugendliche bewerfen den Bus mit Gegenständen, dabei schmeißen sie die Glasscheiben an der hinteren Tür (Tür II) ein. Auch die Trennscheibe im Innenraum wird beschädigt. Das Fahrzeug muss aus dem Verkehr gezogen werden.
— XP