Daimler präsentiert den neuen Citaro II (Aktualisierung)

Hamburg ist eine Mercedes-Stadt, vor allem was Busse angeht. Die beiden Schlachtrosse im Busverkehr, HOCHBAHN und VHH PVG, setzen beinahe komplett auf den Citaro, so der Name des Busses, in seinen sämtlichen Ausführungen.

Andere Hersteller – MAN, Van Hool oder Volvo beispielsweise –, haben es dagegen sehr schwer. MAN-Busse sind in Wandsbek zusammengefasst und werden leidenschaftlich verachtet; die Werkstatt ist stets voll von MAN-Bussen. Auf dem Betriebshof Langenfelde sind die belgischen Van Hools stationiert, von denen man auch nicht viel hält. Volvo-Busse werden von der SBG, einem Töchterchen des HOCHBAHN-Imperiums, im wahrsten Sinne des Wortes am Rande der Stadt gefahren. Immerhin hat sich ein Hybridbus von Volvo (7700 Hybrid) praktisch unbemerkt nach Hamburg geschmuggelt.

Ansonsten hat sich der Quasistandard Citaro in Hamburg fest etabliert. Der 1997 vorgestellte Bustyp war zu Beginn alles andere als zuverlässig. Nun, über 31.000-mal gebaut, sind alle Kinderkrankheiten weg und die Zuverlässigkeit hoch. Die Wehwehchen sind, wenn noch vorhanden, bekannt und durch den Kauf großer Stückzahlen lassen sich annehmbare Preise aushandeln.

Daimler hat vergangener Woche den neu entwickelten Nachfolger präsentiert, der im Allgemeinen als Citaro II bezeichnet wird. Die HOCHBAHN, bestens mit Daimler vernetzt, wird selbstverständlich schon früh in den Genuss kommen, den neuen Bustyp seinen Kunden anzubieten.

Weichere Formen vor allem an der Fahrzeugfront, garniert mit „mandelförmigen Scheinwerfern“, geben dem Nutzfahrzeug ein neues Gesicht. Auffällig auch die Hervorhebung der hinteren Radkästen. Von links: Andreas Renschler, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks und Daimler Buses und Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses.

Der Fahrerarbeitsplatz wurde erhöht und Daimler verspricht, die Instrumente „deutlich informativer und ergonomisch“ gestaltet zu haben. Der Fahrgastraum, von dem es leider keine Fotos gibt, soll heller ausfallen. Motorentechnisch bleibt alles beim Alten, Daimler setzt weiter auf seine BlueTec-Technik, die einen zweiten Tank erfordert, in dem AdBlue (ein Harnstoff) mitgeführt wird. Euro 5 und die strengere, jedoch freiwillige Norm EEV, werden angeboten; erstmals auch ESP.


Aktualisierung, 15 Uhr: Frisch eingetroffen via Daimler-Presse sind viele weitere Fotos:

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— © Fotos: Daimler AG

One response to this post.

  1. Posted by Mitropa1 on 25.05.2011 at 10.24

    Bei soviel Aufmerksamkeit und so guten Geschäften werden doch ein paar kleinere Daimlers als Tantiemen an die Entscheider drin sein, zudem da sie ja gerade die Stadtbahn gestrichen und eine noch weit größere Businitiative als die paar Ersatzbusse gestartet haben. Das erinnert schon fatal an frühere Zeiten, als der ADAC mittels eines Ehrenvorsitzenden aus Württemberg, ein angeblich unabhängiger Gutachter, durch Deutschland zog um mit seinen Gutachten den Bushersteller, die jetzt auch in Hamburg wieder zuschlagen darf, zu fördern indem die Straßenbahn jeweils schlechtgerechnet wurde. Übrigens auch die Heimatstadt von Herrn Aalhaus war betroffen. Glücklicherweise hat Heidelberg noch gerade rechtzeitig umgedacht und beseitigt nun wieder auf Kosten der Steuerzahler die zu Lasten der Steuerzahler und Fahrgäste entstandenen Lücken im Netz.

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