Video: Stadtbahn-Diskussionsveranstaltung

Vorgestern, 13.04.2010, fand im Bramfelder Kulturladen „Brakula“ eine von der Piratenpartei organisierte Podiumsdiskussion statt. Eingeladen waren sowohl Stadtbahn-Befürworter als auch deren Gegner, die beide zurzeit Volksinitiativen fahren.

In einem knapp 44-minütigen Video werden, nach einer recht gelungenen Einführung, die Argumente ausgetauscht.

4 responses to this post.

  1. Posted by Batterie on 20.04.2011 at 15.34

    Zuerst, Rycon, schließe ich mich den freudigen Äußerungen darüber an, dass offensichtlich alles in Ordnung ist und wir wieder mit regelmäßigen Nachrichten rechnen können.
    Zum Thema: Mathias Frawig hat die Pro-Initiative hervorragend repräsentiert, das war exzellent!
    Gut, zur Gegenseite kann ich nur sagen, dass ich ein wirkliches Argument nicht erkennen konnte. Nähme Herr Wagener das Kostenargument wirklich so ernst, hätte er sich stärker mit den Hintergründen befasst. Denn jeder, der einen Laden, beispielsweise eine Boutique, betreibt, weiß, dass man verloren ist, wenn man grundsätzlich nichts investiert. Wenn man dies bereits erkannt hat, ist der Schritt zum Stadtbahnbefürworter nicht weit.
    Wenn es das Kostenargument nicht ist, worum es Herrn Wagener eigentlich geht, kann es nur die Konkurrenz auf der Straße sein. Ich hoffe deshalb inbrünstig, dass Scholz seine Drohung wahr macht und zuallererst auf der Hudtwalckerstraße eine Busspur einrichtet. Zwar wird die Lokalbevölkerung dagegen Sturm laufen, da hat Rycon sehr Recht, aber wie wenig man sich gegen Busspuren – oder deren Aufhebung – wehren kann, zeigt das Beispiel Stresemannstraße: Der Senat erklärt die Straße kurzerhald zu einer solchen von stadtteilübergreifendem Interesse.
    Und dass die Stadtbahngegner eine erfolgreiche hamburgweite Initiative gegen eine Busspur in Winterhude starten können, glaubt wohl kein Mensch.
    PS: Das ,,Argument“ von Herrn Wagener, ein Zugezogener dürfe Hamburg nicht verändern, war einfach nur dämlich; ich hoffe, das sieht er inzwischen selbst auch so.

  2. Posted by Mitropa1 on 21.04.2011 at 11.07

    Das Problem des Herrn Wagener ist, dass er eigentlich keine Argumente gegen die Stadtbahn vorbringen konnte, die stichhaltig sind. Dieses Problem hat übrigens auch Herr Scholz. Insbesondere die Zahl von einem Rumpfspurbusbetrieb (Essen) drei O Busbetrieben (Solingen, Eberswalde, Eßlingen) aber ca. 50 Straßenbahnbetrieben alleine in Deutschland ist einfach nicht zu wiederlegen. Dabei könnte man noch ergänzen, es gibt vier Vollubahnbetriebe in Deutschland, von denen außer Hamburg alle noch eine Straßenbahn haben und sie nach Jahren des Rückbaues oder zumindest der Stagnation allesamt wieder ausbauen. Von der großen weiten Welt in die Hamburg sonst so gerne blickt, will ich gar nicht sprechen. Offenbar hat das Herr Wegener mehr erkannt als der ferngelenkte 1. BGM der freien und Hansestadt Hamburg, hat er sich doch sehr zurückgehalten. Dem Veranstalter ist ebenfalls ein großes Lob auszusprechen, dass diese Veranstaltung stattfand zu einer Zeit, da man nicht auf Wählerstimmn schielen muß. Das macht das ganze Anliegen noch glaubwürdiger.

  3. Posted by Batterie on 23.04.2011 at 18.07

    Die genannten Beispiele für die speziellen Busbetriebe können im Übrigen auch selbst noch zusätzlich dafür verwendet werden, um gegen einen solchen Betrieb in Hamburg zu argumentieren: Essen hat seinen Spurbusbetrieb nie ausgebaut, sondern erwägt eine Umstellung auf U-Bahn, Stadtbahn oder Straßenbahn, sobald die Mittel dafür vorhanden sind.
    Solingen und Esslingen am Neckar (muss man bei Wikipedia so schreiben, sonst landet man im falschen Ort) setzen nur deswegen keine Stadtbahnen ein, weil das Gelände für einen Schienenbetrieb zu steil ist, beide Orte liegen in den Deutschen Mittelgebirgen.
    Eberswalde ist wahrscheinlich zu klein für eine Stadtbahn, und der Obus ist nunmal gerade vorhanden, also warum sollte man ihn nicht nutzen? Dann muss man zumindest keine superteuren Brennstoffzellenbusse anschaffen.
    Man kann also bei den Systementscheidungen kaum einer Stadt so viele Vorwürfe machen wie Hamburg. Wir haben fast zwei Millionen Einwohner und setzen auf Busse.

  4. Danke an @Batterie für das total vernachlässigte, weil offensichtliche, Argument, dass die Metropolregion Hamburg extrem gut für Schienenverkehr geeignet ist, weil es keine nennenswerten Steigungen zu überwinden gilt :)

    Außer man (der Senat) greift freiwillig in den Problemtopf, s. U4.

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