Bundespolizei führte Schwerpunkteinsätze bei der S-Bahn durch / HOCHBAHN-WACHE verstärkt auf Patrouille

Während für U-Bahn und Bus die Landespolizei zuständig ist, fallen alle Eisenbahnanlagen in den Verantwortungsbereich der Bundespolizei, früher Bundesgrenzschutz, so auch die S-Bahn. Dort führte die Bundespolizei vergangenes Wochenende (28.05. bis 30.05.2010) mit über 100 Beamten, teils in Zivil, zur „offensiven Gewaltprävention“ einen großangelegten Schwerpunkteinsatz durch.

Ergebnis des Einsatzes: Mehrere Messer und Pfefferspreys stellte die Bundespolizei sicher.

Zwar zählte die Bundespolizei 2009 in Hamburg 16 Prozent weniger Körperverletzungsdelikte (gesamt: 908 Vorfälle), musste aber feststellen, dass diese überwiegend durch betrunkene Jugendliche begangen werden, mit teilweise einer aggressiven Grundstimmung. Auch die neuerlich ausgebrochene Diskussion um die Sicherheit im Nahverkehr dürfte ein Grund für den Schwerpunkteinsatz gewesen sein.

Insgesamt wurden in Bahnhöfen, S-Bahn-Stationen und S-Bahn-Zügen 277 Personen kontrolliert, 88 durchsucht. 5 Messer und 2 Pfeffersprays wurden beschlagnahmt, 4 Personen in Gewahrsam und zwei festgenommen, einer davon mit Haftbefehl gesucht.

Jan-Christof Möller, Leiter der Bundespolizei Hamburg, stellt fest:

Auch bei dem durchgeführten Einsatz mussten meine Einsatzkräfte wieder ein hohes Aggressionspotenzial bei Jugendlichen und Heranwachsenden feststellen.

Er kündigte an, auch künftig in unregelmäßigen Abständen im großen Stil kontrollieren zu wollen.

Auch HOCHBAHN reagiert

Offenbar verstärkt auch die HOCHBAHN den Sicherheitsbereich. So fahren auf mehreren Buslinien Mitarbeiter der HOCHBAHN-Wache mit oder folgen dem Bus in einem Einsatzfahrzeug. Zurzeit scheinen die Zivilkontrollen des Fahrkartenprüfdienstes ausgesetzt zu sein, die Mitarbeiter sind stets uniformiert auf Patrouille. Bereits seit Mitte Februar werden die U-Bahn-Haltestellen St. Pauli, Hauptbahnhof, Wandsbek-Gartenstedt und Barmbek in den Abendstunden dauerhaft mit Sicherheitspersonal besetzt.

Die S-Bahn setzt seit Anfang des Jahres im durchgängigen Nachtverkehr auf mehr Sicherheitspersonal, so fährt in jedem S-Bahn-Zug zwischen 1 und 4 Uhr zwei Mann der DB-Sicherheit mit (im zweiten Wagen des Zuges); bereits ab 23 Uhr ist mehr Sicherheitspersonal im S-Bahn-Netz unterwegs.

Beide großen Hamburger Verkehrsunternehmen – S-Bahn und HOCHBAHN – haben bereits vor Monaten ihr Sicherheitspersonal aufgestockt. Dank der Videoaufzeichnung in Fahrzeugen und auf Anlagen konnten bei allen Vorfällen die Polizei die Täter meist sehr schnell ausfindig machen.
— OR; Foto: © Bundespolizei

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