Kennzahlen, SPD-Sicherheitskonzept, S1-Sperrung

Kennzahlen | Für das Bundesland Schleswig-Holstein veröffentlichte die zuständige LVS jede Menge Zahlen. Der Marktanteil von Bussen und Bahnen lag 2009 bei 6,6 % und verbesserte sich damit um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. 2005 lag der Marktanteil bei nur 5,4 %, man konnte sich also über die Jahre erheblich verbessern. Die Fahrgäste bewerteten – nach Schulnoten – den Bahnverkehr mit 2,8 und damit leicht besser als noch 2008 (2,9). Der Busverkehr wurde unveränderten mit der Schulnote 3,1 bewertet. Die Pünktlichkeit im Schienenverkehr lag im nördlichsten Bundesland bei 93,2 % und damit einen Schnaps besser als noch 2008, wo man 92,8 % pünktliche Züge registrierte. Jedoch sackten die Werte schon im zweiten Halbjahr 2009 ab, was sich auch im ersten Quartal 2010 fortsetzte. Ausreißer war, was die Vorurteile bestätigt, die DB Regio SH, die in keinem ihrer Netze 90 % pünktliche Züge schaffte, was auf massig betriebliche Störungen zurückgeführt wird. Die AKN war mal wieder Musterknabe auf ihren Linien A1 und A3, 98,2 % ihrer Züge waren pünktlich. +++

SPD-Sicherheitskonzept | Die oppositionelle SPD-Bürgerschaftsfraktion hat sich ein Sicherheitskonzept namens „Bahnsteigkante“ ausgedacht, das für „Sicherheit im Nahverkehr“ sorgen soll. Damit ist aber offenbar ausschließlich die HOCHBAHN (Betreiber der U-Bahn und vieler Buslinien) gemeint. Das Unternehmen soll 250 „Servicekräfte“ für je 8,50 Euro/Stunde einstellen, welche die Bahnsteige besetzen. Im Notfall sollen diese jedoch nicht eingreifen, sondern HOCHBAHN-WACHE oder Landespolizei herbeiholen, die in 6 Minuten am Einsatzort eintreffen sollen. Man beziffert die Kosten auf 4,5 Mio. Euro im Jahr und die SPD macht eine bemerkenswerte Rechnung auf: „Bei rund 189 Millionen beförderten Passagieren wäre pro Fahrt eine finanzielle Mehrbelastung von rund 2,3 Cent erforderlich, um diese Summe aufzubringen“. Das klingt billig, aber man beachte bitte das „pro Fahrt“. Wie hoch die Fahrpreiserhöhung bei Tages- oder Monatskarten ausfällt, die im übrigen dann auch S-Bahn-Kunden zahlen müssen, sagt die SPD nicht. +++

Güterumgehungsbahn | In den vergangenen Wochen arbeitete die Deutsche Bahn weiter an der Lärmschutzwand für die Güterumgehungsbahn. Seit Montag wird auch in den Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr in den Bereichen Alsterdorfer Straße, Hindenburgstraße und Salomon-Heine-Weg geschuftet, bis einschl. Morgen (Freitag). +++

S1-Sperrung | Am Sonntag (ab 4 Uhr) wird die S1 zwischen Berliner Tor und Barmbek unterbrochen und die planmäßigen Züge durch Busse ersetzt. Laut S-Bahn stehen Kabelarbeiten in Hasselbrook auf dem Programm, nach unseren Informationen sollten aber eigentlich an den Stationen Friedrichsberg, Wandbeker Chaussee und Hasselbrook die Bahnsteigdächer saniert werden. Vielleicht ja beides. Die S31 verkehrt nur bis Hauptbahnhof, statt Berliner Tor. [Mehr Infos: PDF; Bus-Fahrplan: PDF] +++
— OR/XP/HS

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