HVV im Glück: Erneut Fahrgastrekord zu verzeichnen

2009 war – wieder einmal – ein sehr gutes Jahr für den Nahverkehr in der Metropolregion Hamburg. Immer mehr Menschen steigen in Bus & Bahn um, insgesamt wurden über 656,1 Millionen mal Menschen befördert – soviel wie nie zuvor. Das sind 2,8 % mehr, als noch im Rekordjahr 2008, wo 638,1 Millionen Gäste in Verkehrsmitteln begrüßt werden konnten. Damals betrug das Plus sogar 3,3 %.

Erfreulich auch die Entwicklung bei den Pendlern: Hier legte man um satte 3,7 % zu. Die Flughafen-S-Bahn wurde sehr gut angenommen, 4,1 Millionen Menschen nutzten im ersten Betriebsjahr die neue Verbindung.

Steigerung der Einnahmen

Durch die höheren Fahrgastzahlen und der Anfang des Jahres durchgeführten Tariferhöhung sah es auch auf der Einnahmenseite außerordentlich gut aus. 589 Millionen Euro nahm der Verbund ein, das ist ein saftiges Plus von 5,7 %; 13,5 Millionen Euro sind der Tariferhöhung zu verdanken.

Das die gute Entwicklung kein Strohfeuer ist, deutet der positive Trend bei den Zeitkarten an. Allein am Großkundenabonnoment (ProfiCard) beteiligen sich laut HVV-Geschäftsführer Lutz Aigner 958 Unternehmen, die allein 1/3 der Fahrgäste und 40 % der Einnahmen ausmachen. Die gelegentliche Behauptung, der positive Trend bei der Nutzung des Nahverkehrs würde vor allem aufgrund sozial schwächeren Mitbürgern ausgelöst, ist damit eindrucksvoll widerlegt.

Ausblick 2010

Für das erste Quartal 2010 registrierte der HVV 4,1 Prozent mehr verkaufte Fahrkarten (alle Arten), was vor allem auf das schlechte Wetter zurückgeführt wird, bei dem besonders viele Leute ihr Auto haben stehenlassen.
Für 2010 erwartet man ein Fahrgastgewinn von nochmals 1 %.

Beim Vertrieb will man hochrüsten, so soll noch im zweiten Halbjahr 2010 Online-Tickets (Einzel-/Tageskarten) im Angebot bereitgestellt werden. Wie schon von der Deutschen Bahn bekannt, kann man sich dann eine Fahrkarte selbst ausdrucken, diese ist nicht übertragbar. Per Kreditkarte oder Lastschrift wird bezahlt. Auch über eine HVV-App (Applikation für das iPhone) wird getuschelt.

Der HVV fordert erneut die S4 Richtung Ahrensburg/Bad Oldesloe, welche nach deren Vorstellungen gar über Kaltenkirchen bis Neumünster führen soll. Man hofft damit insbesondere den Hauptbahnhof zu entlasten, da die R10 viel Platz belegt. Bei der Verlagerung auf die S-Bahn-Gleise würden diese Kapazitäten frei werden.

Da immer mehr Menschen den Nahverkehr nutzen, muss entsprechend das Angebot verstärkt werden; besonders im Busverkehr will man noch mehr Fahrzeuge einsetzen. Speziell für Fuhlsbüttel und Eilbek wurden neue Buslinien und Verstärkung bestehender Linien angekündigt.
— OR; Quelle: HVV; Grafik: Rycon

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