Morgen wird gestreikt / Busfahrer gehen auf die Straße (Update)

Im Tarifkonflikt ist leider weiterhin keine Einigung in Sicht. Für morgen, Mittwoch (03.03.2010), ruft die Gewerkschaft ver.di-Nord erneut die Busfahrer zur Arbeitsniederlegung auf. Betroffen sind neben den üblichen Verdächtigen – PVG, EVG (Elmshorn) und KViP (Uetersen) – auch die abg (Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft) und die Steinburger Linien (Itzehoe). Der Arbeitsausstand soll um 13 Uhr beginnen, über die Dauer des Streiks wurden noch keine Angaben gemacht. Der morgendliche Schüler- und Berufsverkehr findet also statt. Welche Buslinien betroffen sein werden, steht – wie üblich ausführlich und übersichtlich – auf der PVG-Website.

„Schluss mit menschenunwürdigen Niedriglöhnen!“

Erstmals gehen die streikenden Busfahrer für ihre Interessen auf die Straße. Über den Verlauf der Demo berichtet das „Hamburger Abendblatt“:

Die Auftaktkundgebung beginnt um 14.30 Uhr auf dem Gänsemarkt. Nach mehreren Zwischenstopps ist gegen 16.45 Uhr die Abschlusskundgebung auf dem Hachmannplatz vor dem Hauptbahnhof geplant.

Erwartet werden mehrere Hundert Demonstranten, die Aktion findet unter dem Banner „Schluss mit menschenunwürdigen Niedriglöhnen!“ statt.

Update, 21.10 Uhr:
Inzwischen liegt auch eine Pressemitteilung von ver.di vor, die bezüglich der Demo konkretere Informationen enthält:

14:30 Uhr Auftaktkundgebung auf dem Gänsemarkt
Sammeln zur Abfahrt mit den Demo-Bussen ab 13:30 Uhr ab dem Betriebshof Schenefeld, Osterbrooksweg 73, 22869 Schenefeld (Abfahrt ca. 13:45 Uhr)

2. Kundgebung ca. 15:35 – 15:35 Uhr, Stadthausbrücke vor der BSU [Anmerkung: Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt]

3. Kundgebung ca. 16:10 – 16:25 Uhr, Spitaler Straße vor dem Mönckebergbrunnen

Abschlusskundgebung ca. 16:45 – 17:00 Uhr, Hachmannplatz vor dem Hauptbahnhof

Demonstrationsroute:
Gänsemarkt (Finanzbehörde), Gerhofstraße, Poststraße, Große Bleichen, Axel-Springer-Platz, Stadthausbrücke (Behörde für Stadtentwicklung/Umwelt), Neuer Wall, Jungfernstieg, Bergstraße, Mönckebergstraße, Steintordamm, Kirchenallee, Hachmannplatz

Zu dem Thema Verhandlungen äußert sich Gewerkschaftssprecher Frank Schischefsky wie folgt:

„Im Laufe des Mittwochs werden die Verhandlungsführer sich treffen, um die Möglichkeit eines Mediationsverfahrens und einer damit einhergehenden Streikpause auszuloten. Wir werden dabei einen personellen Vorschlag für einen Mediator unterbreiten, um eine Einigung voranzutreiben. Eine Mediation macht nur Sinn, wenn die Mediatoren auf beiden Seiten Akzeptanz finden, da es keine Schlichtungsvereinbarung gibt“ … „Mit den erneuten Streiks wollen die Beschäftigten der betroffenen Betriebe zeigen, dass eine Streikpause nur so lange halten kann wie der Eindruck entsteht, dass ein Wille der Arbeitgeber zur Einigung besteht, und die Mediation Aussicht auf Erfolg hat“

— OR

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