In eigener Sache: Februar

Im zweiten Monat befindet sich dieses embryonale Blog nun und es entwickelt sich anders als gedacht. Aber so ist das nun einmal mit den lieben Kleinen, sie machen, was sie wollen. Die Frequenz der Beiträge ist „unnatürlich“ hoch. Denn, ganz klar, der Tarifkonflikt bestimmt die Nachrichtenlage.

Ein Abkömmling des Streiks ist die „Telegramm“-Box in der rechten Seitenleiste. Einige Leser luscherten hier rein, um sich über die Streiklage zu informieren; es wäre jedoch blöd gewesen, jeden Tag einen Beitrag a la „Heute nix mit Streik“ zu veröffentlichen. Damit man nun aber nicht mit verschlafenen Augen umständlich die Suchfunktion behelligen muss, prangt nun die „Telegramm“-Box auf der Website. Die war gar nicht vorgesehen und wird auch wieder verschwinden, sobald der Busfahrerstreik in Schleswig-Holstein sein hoffentlich gütliches Ende gefunden hat.

Frisch eingeführt wurden die „Kurzmeldungen“ (die für 24 Stunden „Kurznachrichten“ hießen, was aber irgendwie zu hoch kandidelt klingt). Diese Form wird dauerhaft hier eingeführt, denn sie bietet viele Vorteile. Für den Leser ist das kurz & knackige natürlich nicht schlecht. Bei einigen Meldungen wäre es auch übertrieben, gleich einen umfangreichen Blogeintrag daraus zu machen; bei anderen lohnt es sich schlicht nicht. Dass der ADAC den ÖPNV bewertet hat, findet die Presse zwar ganz toll, aber so furchtbar weltbewegend ist das auch nicht. Sollte der HVV aber jemals auf die Idee kommen, Automobilclubs zu bewerten …

Noch in der Schwebe ist, ob bei Beitragsserien – wie den Kurzmeldungen – „Takte“ (also feste Veröffentlichungstermine) eingeführt werden. Das würde an sich bestens zum Thema Nahverkehr passen, wo es ja auf Takte ankommt. Auf der anderen Seite beraubt man sich selber der Flexibilität. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei Rycon (also dem Blog) um ein sehr junges Ding handelt, bleibt das erst einmal im Hinterkopf.

Praktisch begraben ist die Idee, aktuelle Verkehrsmeldungen ins Blog zu hieven. Das ist – zuverlässig – nicht praktizierbar. Geplante Schienenersatzverkehre (SEV) sollen aber künftig in den „Kurzmeldungen“ erscheinen, wenngleich vorsichtig und im frühen Betastadium. Das kleine Ding muss sich halt noch entwickeln.

So ein Blog ernsthaft zu betreiben erfordert mehr Arbeit, als man manchmal denkt. Besonders Grundsatzartikel, wie „Kauderwelschs“ (Begrifflichkeiten), sind ausgesprochen aufwendig. Nicht nur das schreiben, sondern auch das Verlinken – denn der Leser soll ja das geschriebene Nachprüfen können. Die Begrifflichkeiten sind vielleicht das Prunkstück dieses Blogs, kommen aber gerade an dem Punkt an, wo es besonders kompliziert wird. Strukturen wie Aufgabenträger, Vergabe, Verbund oder Ausschreibungen sind gemeinhin unbekannt, aber sehr wichtig. Dies aber in eine Sprache zu gießen, die man auch versteht, ist schon eine kleine Kunst für sich. Ein Kauderwelsch pro Woche war geplant und bisher konnte das in etwa eingehalten werden. Ob das so bleibt, kann nicht garantiert werden.

Großer Dank geht an Seamus, der freundlicherweise die Übernahme seines wunderbaren, humorvollen Berichtes über den Nahverkehr in Dublin zur Verfügung stellte (und inspiriert wurde, diesen zu aktualisieren). Nicht weniger Dank geht an Ingrid Metz-Neun, die die Zeit fand, ein paar Fragen zu beantworten; sie sagt nicht nur äußerst sympathisch die nächste Haltestelle an, sie ist auch noch sympathisch (und unglaublich kreativ).

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