Arbeitskampf wird ausgeweitet: Zwei Tage Streik angekündigt

Die Gewerkschaft ver.di-Nord ruft erneut ihre Mitglieder zur Arbeitsniederlegung auf. Diesmal soll der Arbeitskampf mindestens zwei Tage andauern. Dienstag, 23.02. (ab 3.00 Uhr) und Mittwoch, 24.02.2010 werden, man kennt das ja, die PVG, EVG (Elmshorn) und KViP (Uetersen) bestreikt.

Schülerverkehr findet statt

Zwischen den Verkehrsunternehmen und ver.di gibt es eine Notdienstvereinbarung, so dass der Schülerverkehr weitgehend aus dem Arbeitskampf herausgenommen wird. Welche Buslinien vom Streik betroffen sind und welche fahren, darüber informieren die PVG und die KViP ausführlich auf ihren Webseiten.

Besonderheiten

Wie schon in der Vergangenheit wird auch diesmal die MetroBus-Linie 22 zwischen U-Kellinghusenstraße und S-Stellingen verkehren. Diese Linie ist eine Gemeinschaftskonzession von HOCHBAHN und PVG, daher wird der HOCHBAHN-konzessionierte Abschnitt weiter bedient.

Um die Auswirkungen abzufedern, verstärkt die HOCHBAHN – bei Bedarf – folgende SchnellBus-Linien:

36 S-Blankenese ↔ Bf. Altona
37 Schenefeld ↔ Bf. Altona
39 Teufelsbrück ↔ Eidelstedter Platz

Für die betroffenen Abschnitte entfällt der sonst übliche SchnellBus-Zuschlag.

Arbeitgeberverband beklagt einseitige Streikmaßnahmen

Der gewerkschaftliche Gegenspieler Omnibus Verband Nord, OVN, beklagt den einseitigen Arbeitskampf und wirft ver.di-Nord eine „Blockadehaltung“ vor. Die „immer wiederkehrenden Streiks bei immer denselben Unternehmen“ würden zu „einen schweren Imageschaden für den Bus-ÖPNV“ führen. Tatsächlich wird hauptsächlich in der Hamburger Metropolregion gestreikt. In einem Brief vom 18.02.2010 [PDF] bot OVN-Geschäftsführer Walter Koch ein Spitzengespräch an, setzte aber auch Grenzen:

„Wir hätten Ihnen gerne aus erster Hand unser Angebot, das entgegen Ihrer Darstellung eben nicht hinter der Sondierung vom 1. Februar zurück bleibt, erläutert und zwar im Kontext mit der wirtschaftlichen Situation unserer Mitgliedsunternehmen, die mit Recht von uns erwarten, das wir nicht die Unterschrift unter einen Vertrag setzen, der ihre Existenz gefährdet.“

Die Gewerkschaft fordert unter der Überschrift „ein Land, ein Lohn“ die Angleichung der Busfahrer-Gehälter in Schleswig-Holstein.
— OR

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