Busfahrerstreik: ver.di scheint verzweifelt

Im Tarifkonflikt des privaten Busgewerbes in Schleswig-Holstein (SH) scheint es aus Gewerkschaftersicht nicht rund zu laufen. So gelingt es nicht, genügen Druck auf die Arbeitgeber aufzubauen. Im Gegenteil, wie der ver.di-Nord Pressesprecher Frank Schischefsky in einer kürzlich verschickten Mitteilung unverblümt zugibt:

„Man könnte den Verdacht bekommen, der Streik trifft die Unternehmen nicht wirklich sehr und sie versuchen, an Streiktagen Geld zu sparen. Alleine die eingesparten Treibstoffkosten bewegen sich an Streiktagen – je nach Region – in Bereichen von 10.000,00 Euro und mehr. Die Personalkosten entfallen auch.“

Gewerkschaft setzt auf Frust der (Hamburger) Fahrgäste

ver.di scheint auf die Taktik auszuweichen, die Fahrgäste für sich zu vereinnahmen und gegenüber den Arbeitgebern in Stellung bringen zu wollen. Besonders die Hamburger sollen angeregt werden, denn obwohl es sich um einen Schleswig-Holsteinischen Tarifkonflikt handelt, wird auffällig oft bedeutende Teile des Hamburger Busverkehrs lahmgelegt.

Und zwar mit voller Absicht, wie der KViP-Betriebsratchef Pommerenke zu verstehen gibt. Im Pinneberger Tageblatt stand schon vor zwei Tagen erhellendes (auf die Frage, warum besonders in der Metropolregion gestreikt wird):

Betriebsrat Pommerenke wusste die Antwort: „Die Busfahrer bei den Privatbetrieben im Kreis Pinneberg sind zu einen sehr großen Anteil Gewerkschaftsmitglieder.“ Außerdem könnten mit derartigen „Nadelstichen“ im Hamburger Umland große Wirkungen erzielt werden.“

Sprich: Ein Streik auf Schleswig-Holsteinischen Gebiet ist nicht so wirkungsvoll, wie wenn er nach Hamburg hineingetragen wird. Außerdem scheint ver.di nur einen kleinen Teil der Busfahrer in SH zu vertreten.
— OR

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  1. […] Busfahrerstreik: ver.di scheint verzweifelt (letzter Stand der Verhandlungen) […]

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