metronom und andere fordern Stationsgebühren zurück

Bereits zu Jahreswechsel erhielt die DB Station&Service (DB S&S) vom metronom, der EVB und der Eurobahn unangenehme Post: Man fordert Stationsgebühren aus dem Jahre 2006 zurück. Das berichten die „Nahverkehrs Nachrichten“ unter Berufung auf die „Wirtschaftswoche“. Dabei geht es um rund einer halben Million Euro. Ob weitere Unternehmen Mahnbescheide ausgestellt haben, ist nicht bekannt.

Die DB S&S steht auch unter Beschuss der Bundesnetzagentur, die bereits am 10.12.2009 die Stationspreisliste – mit Wirkung ab 01.05.2010 – für ungültig erklärte. Die Agentur fordert von der DB S&S, „diskriminierungsfreie“ Preise festzulegen und diese vorzulegen.

Rund 5.400 Bahnhöfe werden von der DB Station&Service AG bewirtschaftet, die von dem jeweiligen Eisenbahnunternehmen Stationsgebühren kassiert. Beispielsweise muss der metronom für einen Halt in Lüneburg 19,25 Euro berappen, in Hamburg-Harburg 8,47 Euro und im beschaulichen Buchholz 7,62 Euro. (Nachtrag: Diese Preise beziehen sich auf einen bis zu 180 Meter langen Zug. Ab 180 Meter wird das doppelte berechnet.) Da kommt so einiges zusammen. Die Bundesnetzagentur kritisiert an der Preisgestaltung, das diese nicht transparent genug sei.

Bis zum 01.05.2010 muss die DB S&S nun neue Gebühren definieren – und mit dem Risiko leben, das hinterher eine ganze Batterie an privaten Bahnunternehmen tüchtige Rückforderungen anmelden werden. Da könnte dann auch der metronom wieder mitfordern – denn Stationsgebühren ab 2007 sind in dem Mahnbescheid noch gar nicht mit enthalten.
— OR

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