Verdi zufrieden mit Streiktag / Bei PVG, KVIP und EVG fahren Donnerstag die Busse wieder / Ahrensburger sind dran

Solche Hinweisaushänge fanden sich bei betroffenen Haltestellen.

Der erste Streiktag in diesem Jahr nähert sich dem Ende und Verdi (eigene Schreibweise: Ver.di) zeigt sich hochzufrieden mit dem
Ergebnis. So seien nach Gewerkschaftsangaben nur drei Busse für den Schülerverkehr von den Höfen gerollt. Man schätzt, das von dem Streik etwa 150.000 Fahrgäste betroffen waren.

Für Donnerstag, den 21.01.2010, wird der Streik bei PVG, KVIP und EVG ausgesetzt – die Busse fahren ab 3 Uhr in der Früh wieder normal nach Plan. Dafür wird der Ahrensburger Stadtbusverkehr (ABG) sowie die Veolia-Betriebe in Niebüll lahm gelegt. Los geht es um 5 Uhr in Niebüll, Ahrensburg wird ab 4.30 Uhr bestreikt, jeweils für 24 Stunden. In Ahrensburg verkehren folgende Linien nicht: 437, 169, 569, 576, 269, 476, 769, 776 und E69.

Trotz Informationaushang standen viele Leute an Bushaltestellen.

Streikgeschehen in Hamburg

Offensichtlich bekamen viele Fahrgäste trotz Haltestellenaushang, Radiodurchsagen und Berichterstattung in den Medien nicht mit, das gestreikt wurde. So konnte man bei vielen Bushaltestellen wartende Menschen sehen. Während auf den Fahrplan geguckt wurde, beeindruckte der nur wenige Zentimeter entfernt angebrachte Zettel (siehe Bild oben) viele Leute nicht.

Auf den entsprechenden Abschnitten der SchnellBus-Linien 36 (S-Blankenese ↔ Bf. Altona), 37 (Schenefeld ↔ Bf. Altona), und 39 (Teufelsbrück ↔ Eidelstedter Platz) war ziemlich viel los. Die Hamburger HOCHBAHN verzichtete aus Kulanz auf den eigentlich fällig werdenden SchnellBus-Zuschlag. Während die normalen Fahrgelder im HVV-Topf landen, kommt der Zuschlag dem Unternehmen direkt zugute. Die entsprechenden SchnellBus-Linien wurden darüber hinaus verstärkt.

Bei einer Reihe von Metro-/StadtBus-Linien verkehrten trotz Streik einzelne Fahrzeuge. Grund hierfür: Obwohl die bestreikten Linien bei der PVG konzessioniert sind, fahren auch andere Unternehmen einzelne Fahrten („Pläne“) im Auftrag der PVG. Beispielsweise verkehren auf der 15 einige Busse der Bergedorfer VHH, bei der 281 fährt zeitweise auch die HOCHBAHN im Auftrag. Dennoch hatte die PVG völlig richtig gehandelt in dem sie mitteilte, auf den Linien würden keine Busse verkehren; Dies ist faktisch nämlich auch der Fall.

Für die betroffenen Fahrer, die auf einer bestreikten Linie unterwegs sind, ist das besonders unangenehm. Bekommen sie doch die verbale Prügel verärgerter Fahrgäste ab, gerade von denen, die überraschend vom Streik kalt erwischt wurden. Dabei ist das unsinnig: Wenn bei Aldi gestreikt werden würde, wäre es ja auch nicht fair, die Lidl-Kassierer zur Schnecke zu machen.
— OR; Bilder: Rycon

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