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Tarifanhebung, Sozialkarte, Sperrzeit, Hanseboot, Sperrungen

Tarifanhebung | Der Hamburger Senat hat wie erwartet den HVV-Antrag auf Tariferhöhung abgenickt. Abgesehen davon, dass die Bürgerschaft darüber auch noch einmal schwadronieren will, ist die Fahrpreiserhöhung damit unter Dach und Fach. Über das gesamte Angebot hinweg steigt der Preis um durchschnittlich 3,5 Prozent. Eine Übersicht der ab dem 01.01.2013 geltenden Preise findet sich in diesem [PDF]. +++

Sozialkarte | Für sozial schwächere Menschen gewährt die Stadt Hamburg auf das HVV-Zeitkartensortiment einen Zuschuss („Sozialkarte“). Dieser steigt nun von 18 Euro auf sagenhafte 19 Euro; vorangegangen war unter den Behörden ein Hickhack, aus welchem Etat die zu erwarteten Mehrkosten – 600.000 Euro – aufzubringen sind. Hängen bleibt der Betrag beim Verkehrssenator Frank Horch. +++

Sperrzeit | Die AKN weist mit deutlichen Worten auf die im HVV geltenden Sperrzeiten für die Fahrradmitnahme hin. Bisher hätte man Einzelfälle meist toleriert, ab jetzt ist aber Schluss mit lustig: 15 Euro müssen beim erwischtwerden den Besitzer wechseln. Dafür gibt’s nicht einmal eine Fahrkarte für den Drahtesel, denn selbiges muss aus dem Zug entfernt werden. Generell beobachtet die AKN, dass Fahrradfahrer „nicht die gebotene Rücksicht auf Fahrgäste“ nehmen. In den Hauptverkehrszeiten sind die Verkehrsmittel im HVV meist brechend voll, eine Fahrradmitnahme ist daher Montag bis Freitag von 6 bis 9 und von 16 bis 18 Uhr nicht gestattet. +++

Hanseboot | Vom Samstag, 27.10. bis Sonntag, 4.11.2012 öffnet die Hanseboot fürs Publikum die Tore. Jeder HVV-Kunde mit einer gültigen Fahrkarte bekommt die Eintrittskarte zum Vorzugspreis. +++

Baubeginn | Nicht weniger als der „modernsten Busbetriebshof Europas“ soll auf dem größten Betriebshof der HOCHBAHN in Langenfelde entstehen. Am gestrigen Mittwoch wurde der Baubeginn gefeiert, der nach 37 Millionen Euro Investitionen Ende 2014 fertiggestellt werden soll. +++

S21-Sperrung | In S Nettelnburg kommen die Bahnsteigkanten an die Reihe, sie werden erneuert. Zwischen Mittlerer Landweg und Bergedorf wird die S-Bahn durch den Bus ersetzt, und zwar vom Freitag 23.30 Uhr bis Montag, 3.30 Uhr. [Weitere Infos] +++

R60/R70-Sperrung | Von Samstag, 1 bis 5 Uhr sowie ab 16 Uhr bis Sonntag 17.30 Uhr wird an Bahnübergängen zwischen Elmshorn und Pinneberg gewerkelt. Die meisten Züge zwischen Hamburg/Pinneberg und Elmshorn fallen aus. Als Ersatzverkehr dient die S3 bis Pinneberg, dort geht’s mit dem SEV-Bus weiter nach Elmshorn. Die Flensburger RegionalExpress-Züge fahren nur von/ab Neumünster; dort besteht Anschluss an den RegionalExpress nach Kiel. +++

A1-Abweichungen | Wegen Kabelkanalarbeiten am Samstag und Sonntag in Quickborn und Quickborn Süd legen die A1-Züge nicht von ihren Stammbahnsteigen ab. [Mehr Infos] +++

Winterzeit | Am Sonntag müssen die Uhren, wenn sie es nicht schon selbst erledigen, umgestellt werden, nämlich von 3 Uhr auf 2 Uhr. +++

Einsteigen Bitte!, E-Bus-Test, U4-Abnahmefahrt, Sperrungen

Einsteigen Bitte! | Zum 12-mal findet am kommenden Sonntag (12.10.2012) der „Verkehrshistorische Tag“ in Hamburg statt. In alten – aber gepflegten – Fahrzeugen kann man sich wie anno dazumal durch Hamburg befördern lassen. Da der Erhalt solcher Fahrzeuge schwer ins Geld geht (für Material, die Leute arbeiten unentgeltlich in ihrer Fahrzeit) ist der Erwerb eines speziellen Fahrscheins für 15 Euro notwendig. Die gilt dann praktischerweise auch für die üblichen Verkehrsmittel im HVV-Gesamtbereich. Weitere Infos und wo man die Tickets ergattern kann: hier. +++

E-Bus-Test | Zu einem vierwöchigen Test bat am 01.10.2013 die VHH PVG den elektrisch angetriebenen Bus „EBN 10,5“ des in Deutschland völlig unbekannten, tschechischen Herstellers SOR. Der erstaunlich-hässliche Bus, nicht einmal eine Zielanzeige scheint es zu geben, soll auf der Bergedorfer Ringlinie 135 zeigen, was er kann. Auch im Bereich Quickborn/Norderstedt und Neumünster wird das Fahrzeug eingesetzt und gewiss einige Blicke auf sich ziehen. Die Akkus sollen zwischen 135 bis 155 Kilometer den Elektromotoren Saft geben und innerhalb von 7,5 Stunden aufgeladen sein. Weitere technische Informationen: [PDF]. +++

U4-Abnahmefahrt | Vergangenen Donnerstag befuhr erstmals ein U-Bahn-Zug vom Typ DT4 aus eigener Kraft die neue Strecke zwischen Jungfernstieg und Überseequartier. Neben der eigentlichen Strecke und den Signalen wurde auch das Elektronische Stellwerk (ESTW) HafenCity erfolgreich abgenommen. Der Zug brauste mit Höchstgeschwindigkeit (80 km/h) die Strecke entlang. Der U4-Probebetrieb – für den Fahrgast als U2 angezeigt mit Fahrtziel Jungfernstieg – geht am 04.11.2012 los. +++

A2-Sperrung | Für den Einbau neuer Brücken muss die A2 zwischen Ulzburg Süd und Norderstedt Mitte den Verkehr einstellen. Vom Donnerstag, 18.10., 1.30 Uhr bis Montag 20.10.2012, 4.00 Uhr übernimmt der Bus die Beförderung. Außer Sonntag wird auch ein Direktbus angeboten, der nur zwischen Ulzburg Süd und Norderstedt Mitte pendelt. Für die beiden Buslinien steht ein grässlich gestalteter PDF-Fahrplan zur Verfügung. [Weitere Infos] +++

S Hauptbahnhof | Im S-Bahn-Gleis 2 am Hauptbahnhof werden die Schienen erneuert. Vom Samstag, 19.30 Uhr bis Montag, 3.30 Uhr verkehren die S-Bahnlinien aus Richtung Ost → West in der Reihenfolge S3, S21, S1 (+1 Minute) und S31; Letztere verkehrt statt bis Berliner Tor stets nach Harburg-Rathaus. Ein bahnsteiggleicher Übergang zwischen S1 und S21 ist nachvollziehbarerweise nicht möglich. +++

Citaro C2 mit Euro-6-Motor

Schon vor einiger Zeit sind drei neue Gelenkbusse der Marke Mercedes-Benz, Modell Citaro C2, bei der HOCHBAHN eingetroffen. Abgesehen vom neuen Blechkleid und einer Menge Details, befinden sich bei den neu eingetroffenen Gelenkbussen eine wichtige Neuerung unter der Haube oder besser gesagt im Heckturm: der brandneue Euro-6-Motor.

Ein Frontvergleich zwischen Geschwistern in der morgendlichen Sonne: der bisherige Citaro und sein junger Bruder mit der Bezeichnung C2. Offiziell bleibt es auch künftig bei der Modellbezeichnung Citaro, der Zusatz C2 dient nur der Unterscheidung. Beide mit roter Stoßstange, wie sie nun bei allen Neufahrzeugen geordert wird; ergibt ein harmonischeres Gesamtbild. Letztlich ist die Farbgebung traditionell, aber auch altbacken. Lediglich bei den Schnellbussen hat die HOCHBAHN sich und den Fahrgästen etwas Moderneres spendiert.

Die Abgasnormen gelten nicht nur beim PKW, sondern auch bei Nutzfahrzeugen – und damit Bussen. Ab 2014 gilt die neue, strengere Euro-6-Norm; 80 Prozent weniger Stickoxide und 66 Prozent weniger „Partikelmasse“ werden gefordert. Diese Vorgaben erfordern einen neuen Motor und eine aufwendige Abgasnachbehandlung – der Hersteller der Mercedes-Benz-Busse, Evobus, setzt da unter anderem auf SCR-Katalysator mit dem Markennamen AdBlue. Nachteil: Neben Diesel und Heizöl muss noch eine zusätzliche Flüssigkeit mitgenommen werden.

Interessanterweise geht der Betreiber in seiner Pressemitteilung davon aus, dass auch der Kraftstoffkonsum zwischen drei bis fünf Prozent sinkt. Das wäre mal was Neues, denn die Verbräuche sind in den letzten Jahren gestiegen. Die elektronischen Anzeiger (innen wie außen) ziehen viel Strom, die Klimaanlage ebenso und das Absenken/Aufrichten des Fahrzeugs („Kneeling“) benötigt Druckluft, die im Fahrzeug erzeugt wird und natürlich auch Kraftstoff verbraucht.

Der neue Euro-6-Motor „steht“ und liegt nicht, was heißt, dass ein Motorturm im Fahrgastraum im Heck des Fahrzeugs (Fahrerseite) bis zur Decke geht. Zwei Sitzplätze gehen so drauf. Immerhin sind mit dieser Konfiguration nur noch drei Sitze in der unbeliebten Längsrichtung, also mit dem Rücken zum Fenster. Drei weitere C2-Euro-6-Busse werden im November erwartet, dann aber nicht als Gelenk-, sondern als 12 Meter-Stadtbus.

Citaro C2: Schnittig & modern

Über die Details gibt es von „BUSTV“ einen Beitrag, der zwar sehr Mercedes-lastig ist, aber durchaus gute Informationen und Eindrücke liefert.

 

Ergänzungen hierzu: Die LED-Beleuchtung mag zwar Strom sparen, ihre Lichtfarbe ist aber sehr unangenehm. Unbeliebt vor allem bei den Nachtkutschern, denn die Beleuchtung spiegelt sich stark in der Frontscheibe; an dunklen Haltestellen ist es so sehr schwierig rechtzeitig zu erkennen, ob dort ein Fahrgast wartet. In den neu georderten C2-Bussen ist man wieder auf Neonbeleuchtung zurückgegangen.

Äußerst unbeliebt ist die Fahrertür in einem C2, deren Anschlag nun hinten ist. Dabei ist der Weg nach draußen nun kürzer und sollte der Fahrer angegriffen werden, kann er entgegen dem Angreifer die Tür öffnen und so das Weite suchen. Auch das Anbringen einer zusätzlichen Sicherheitsscheibe ist so viel besser möglich. Die HOCHBAHN wollte dies in zwei C2-Gelenkbussen (ohne Euro-6-Motor) testen, vergaß aber, das die Kasse ja auch irgendwie geöffnet werden muss. Da das nicht mehr ging, wurden die Sicherheitsscheiben kurzerhand demontiert. Was beweist: Vieles, was sich theoretisch gut anhört, scheitert an der Praxis.

Der erhöhte Fahrerarbeitsplatz (6 Zentimeter mehr) trifft auf geteilte Zustimmung; die einen finden es angenehm, mit dem Fahrgast nun auf annähernd gleicher Augenhöhe zu kommunizieren, die anderen mögen das nicht. Die Fahrertür, obwohl gerade unter dem Sicherheitsaspekt sehr sinnvoll, stößt einhellig auf Ablehnung. Das Lenkrad ist deutlich kleiner geworden, was auch nicht überall auf Applaus stößt. Und das Reinigungspersonal klagt bitterlich, das das neue Cockpit nur schwer sauber zu halten ist. Speziell zu den Busfahrern sei aber angemerkt, dass es sich hier um eine ganz besonders konservative Berufsgruppe handelt, die Neuerungen gegenüber – nun ja – nicht unbedingt offen gegenübersteht.

Unauffällig verhält sich der neue Citaro bei der Werkstatt; ob dies beim neuen Motor auch so sein wird, muss der Testbetrieb zeigen, der Mitte Oktober losgeht.

Die ganzen Kurven und Formen geben dem Blechkleid ein schnittiges Aussehen, läuft aber den Werbeträger Omnibus zuwider. Reklame ist bei vielen zwar unbeliebt, aber nun einmal auch eine wichtige Einnahmequelle für Busunternehmen.

Ein Aspekt hat sich bei der Citaro-Modellpflege noch verstärkt: Das Fahrzeug gaukelt von außen Fensterflächen vor, die es im Innenraum gar nicht gibt. Dabei ist Verbundglas kein besonders leichter Baustoff und die schwarzen Flächen heizen den Bus im Sommer unnötig auf. ♦
— Fotos: Rycon/GMB

DT5 geht im November in den Fahrgastbetrieb

Alstom und Bombardier entwickelten und bauten die neue Zuggeneration.

Bereits Ende Januar stellte die HOCHBAHN den brandneuen U-Bahn-Zugtyp DT5 der Öffentlichkeit am Jungfernstieg vor, seit Anfang April gingen die ausgiebigen Testfahrten los. War die Freigabe für den Fahrgastbetrieb anfangs noch auf Sommer 2012 angedacht, zogen sich die Testfahrten und die technische Abnahme der Genehmigungsbehörde etwas hin – was bei einer so anspruchsvollen Sonderkonstruktion auch nicht weiter überrascht. Schließlich handelt es sich bei der Hamburger U-Bahn um kein System von der Stange.

Nun geht’s aber los mit dem harten Linienalltag im Personenverkehr: die HOCHBAHN nimmt am Mittwoch, den 07.11.2012, ihr neustes Pferd im Stall in den Fahrgastbetrieb. Vorgesehen ist ein würdiger, feierlicher Start des mit allem Pipapo (außer Abfallbehältern) ausgestatteten Zuges, der je Einheit (3 Wagen) durchgehend begehbar ist. ♦

DT5: Zugabschluss und Spitzenlicht in LED-Ausführung. Sehr hell, sehr wartungsarm und stromsparend. Foto: Rycon

DT: Der neue Hamburger U-Bahn-Zug in seiner vollen Pracht. Foto: HOCHBAHN

DT5: Geräumig & hell – der Innenraum. Foto: HOCHBAHN

DT5: Viel Steh- und Stellplatzfläche wird der neue Hamburger U-Bahn-Typ seinen Gästen anbieten. Foto: Rycon

DT5: Bessere Fahrgastinformation dank Bildschirmen mit Fahrtverlauf. Fahrgastfernsehen gibt es auch. Foto: Rycon

— Titelfoto: Rycon

Ziemlich tief

tief liegt der tiefste Punkt der Neubaustrecke für die U4. ♦
— Quelle: HOCHBAHN

Zwei neue Busbetriebshöfe ausgeschrieben

Die Hamburger Hochbahn AG beabsichtigt den Neubau von Betriebshöfen für ihr eigenes Busressort sowie dem Tochterunternehmen JASPER. Das geht aus einer am Samstag, 06.10.2012, europaweit veröffentlichten Ausschreibung hervor.

Harburg II

Bisher hieß es, der Busbetriebshof Harburg (BBH) bekäme einen Ableger in Form eines größeren Busparkplatzes. Von diesem Vorhaben ist man offenbar abgerückt, denn die Ausschreibung sieht auf dem 11.000 m² großen Grundstück in Hamburg-Harburg einen vollständigen Betriebshof vor. Neben Verwaltungsgebäude sollen auch Werkstatt, Servicehalle und Waschstraße errichtet werden.

JASPER Billstedt

Für die konzerneigene Tochter JASPER, die neben Rund- und Gesellschaftsreisen auch im Auftrag der HOCHBAHN Liniendienste übernimmt, ist ein neuer Betriebshof in Hamburg-Billstedt vorgesehen. Auf den mit 13.500 m² großen Areal sind, wie im Falle Harburg II, Verwaltungsgebäude, Servicehalle, Werkstatt und Waschstraße vorgesehen.

Der Neubau beider Betriebshöfe soll vom 01.04.2013 bis 31.08.2014 dauern.

Erweiterung der Kapazitäten

Aufgrund der gestiegenen Beförderungszahlen und der Leistungsausweitungen im Hamburger Busverkehr sind auf den bestehenden Betriebshöfen die Kapazitäten weitgehend ausgeschöpft. In den meisten Fällen ist eine räumliche Ausdehnung der Höfe nicht möglich, einzig der Betriebshof Wandsbek könnte perspektivisch eine angrenzende Fläche übernehmen. Ansonsten sind verschiedene Maßnahmen angedacht, um die Abstellflächen („Stränge“) neu zu organisieren, um eine Handvoll weiterer Fahrzeuge unterbringen zu können.

Der Neubau von Betriebshöfen ist nicht nur mit einem hohen Investitionsbedarf gekennzeichnet. Sie produzieren – sollten sie keine bestehenden Ablösen – laufend einen hohen Fixkostenanteil. Aus diesem Grunde war beim Verkehrsprojekt Stadtbahn für das gesamte, angedachte Netz auch nur ein Betriebshof vorgesehen. ♦
— Titelbild: Rycon; Logo: JASPER

U4-Eröffnung: Der Fahrplan steht

Der Countdown läuft unaufhörlich für den Start der Linie U4 und der Fahrplan – im doppeldeutigen Sinne – steht. Die Arbeiten an der Infrastruktur enden am 01.11.2012, am selben Tag wechselt die 4 kilometerlange Neubaustrecke mit zwei Haltestellen in den eigentlichen, regulären Betriebszustand.

Wobei: Bevor der wirklich-reguläre Betrieb startet, muss ein umfangreiches Testprogramm absolviert werden. Theoretische Pläne sind das Eine, der „echte“ Betrieb das andere. In diesem Monat lernt bereits das technische/betriebliche Personal (Stellwerker, Leitstelle,…) die neue Strecke kennen; gut 470 Köpfe des Fahrpersonals folgen.

Probebetrieb ab November

Die U4 geht ab 04.11.2012 in den Probebetrieb, das heißt, die U4-Züge fahren von Billstedt aus bereits planmäßig zu ihrer Endhaltestelle – ab Jungfernstieg allerdings ohne Fahrgäste. Betriebsablauf und Stabilität werden so unter Realbedingungen getestet.

Ein „Stresstest“ ist für Donnerstag, den 18.11.2012 vorgesehen; die U4 soll dann in dichter Fahrtfolge einen Veranstaltungsverkehr simulieren, wie er für den Evangelischen Kirchentag im Mai 2013 in der HafenCity erwartet wird. Zusätzlich zu den planmäßigen U2-Zügen donnern dann alle drei bis fünf Minuten U4-Züge über die Gleise.

Betrieblich sind im Probebetrieb dies alles „echte“ U4-Züge, die dummerweise auf den Zugzielanzeigern am Bahnsteig auch so angezeigt werden. Damit keine Verwirrung bei den Fahrgästen aufkommt, wird die Liniennummer auf den Anzeigern mit U2-Aufkleber versehen.

Fahrgast-Fahrplan: U2 unverändert, U4 als Kurzzug

Sowohl Fahrt- als auch Platzangebot bleibt bei der U2 weiterhin gleich zum derzeitigen Stand; in der Hauptverkehrszeit also alle fünf Minuten mit Vollzügen. Die U4 verkehrt alle zehn Minuten grundsätzlich als Kurzzug (eine Aufstockung zu Vollzügen bleibt natürlich optional, der Probebetrieb wird hier für Erfahrung sorgen). Zur besseren Verteilung der Fahrgastströme verkehrt die U4 etwa zwei Minuten nach jeden zweiten U2-Vollzug.

Anschluss für U2-Fahrgäste aus Richtung Niendorf besteht am Jungfernstieg, die Zeit für den entsprechenden Fußweg wird in den Fahrplan eingearbeitet.

An den Wochenenden, an denen nicht soviel Andrang auf dem Billstedter Ast herrscht, setzten die U4-Züge Horner Rennbahn/Berliner Tor ein respektive aus. In den Wochenendnächten (Freitag auf Samstag auf Sonntag) besteht ein 20-Minuten-Takt von/ab Jungfernstieg.

Für den Fahrgastverkehr ist jedoch erstmal bereits in U Überseequartier Fahrtende; die eigentliche Endhaltestelle HafenCity Universität ist zwar fertig, nur die Umgebung nicht. Die Zugänge der U-Bahn-Station liegen quasi in einem Baufeld und sind nicht wirklich zu erreichen. Je nachdem, wie die Arbeiten in der Stationsumgebung vorankommen, ist die Eröffnung der Endhaltestelle für Sommer 2013 denkbar. ♦

„Neue Linien, dichtere Takte, größere Fahrzeuge“

Der HVV präsentierte, zusammen mit Verkehrssenator Frank Horch und Staatsrat Andreas Riekhof, die umfangreichen Leistungsausweitungen zum kommenden Fahrplanwechsel am 09.12.2012. Die meisten Anpassungen stehen bereits hier im Blog, Änderungen ergeben sich nur in einigen Details. Wichtigste: Die neue Hafenrandlinie hört nicht mehr auf die Arbeitsbezeichnung „Stadtbuslinie 212“, sondern wird als 111 in den Fahrgastbetrieb gehen.

Im Folgenden sei aus der HVV-Pressemitteilung großzügig zitiert, da steht alles wunderbar ausformuliert:

Die wichtigsten Neuerungen ab 9. Dezember sind:

U-Bahnlinie U 4

Die U-Bahnlinie U4 nimmt ihren Betrieb auf und verkehrt zwischen den Haltestellen Billstedt und Hafencity im 10-Minuten-Takt. Bis zur Haltestelle U Jungfernstieg fährt die neue U4 auf der gleichen Strecke wie die U2 und erhöht auf diesem Abschnitt die Kapazitäten.

Gleichzeitig wird in der Hafencity das Busangebot angepasst:

Stadtbuslinie 111

Die neue Linie 111 verkehrt als „Hafenrandlinie“ im 20-Minuten-Takt ab Bahnhof Altona über die Haltestellen Große Elbstraße, Reeperbahn und St. Pauli-Landungsbrücken bis zur Haltestelle U Überseequartier. Damit wird die Große Elbstraße mit dem zweiten Fährterminal und den neuen Gewerbeansiedlungen deutlich besser bedient. Außerdem werden mit der neuen Linie 111 auch die Wohngebiete im Bereich Pepermölenbek sowie die neu entstandenen Wohn- und Geschäftsbereiche in der Davidstraße und in der Bernhard-Nocht-Straße angebunden und erhalten somit eine direkte Anbindung in die Hafencity.

Metrobuslinie 6

In Ergänzung zur U4 ändert sich die Linienführung der Metrobuslinie 6 und erschließt ab 9. Dezember mit rund der Hälfte der Fahrten die Speicherstadt. Die andere Hälfte der Fahrten führt die Linie 6 künftig ab Rathausmarkt außerdem auf einen neuen Linienast über die Haltestellen U Rödingsmarkt, Michaeliskirche (Ludwig-Erhardt-Straße) und U St. Pauli bis zur U Feldstraße. Darüber hinaus ist in der Budapester Straße in Höhe Paulinenstraße eine neue, gleichnamige Haltestelle vorgesehen.

Metrobuslinie 3

Künftig wird die Metrobuslinie 3 nicht mehr in die Hafencity, sondern vom Rathausmarkt über die Mönckebergstraße und die Amsinckstraße bis nach Rothenburgsort führen. Bis zur Endhaltestelle Kraftwerk Tiefstack wird diese neue Route im 10-Minuten-Takt mit Gelenkbussen bedient. Damit erhält der Stadtteil Rothenburgsort eine deutlich verbesserte direkte Anbindung an die Mönckebergstraße und den Rathausmarkt.

Stadtbuslinie 112

Die Stadtbuslinie 112 wird ab 9. Dezember über die Nordkanalstraße / Spaldingstraße, Albertstraße und die nördliche Hammerbrookstraße verschwenkt. Damit werden die dortigen Bürostandorte und Gewerbeansiedlungen besser angebunden.

Maßnahmenpaket „Harburger Hafen“

Der Harburger Hafen entwickelt sich durch die Ansiedlung neuer Firmen sowie der Außenstellen der TU Harburg zu einem Dienstleistungszentrum. Darüber hinaus ist auf dem ehemaligen Bahngelände westlich der Hannoverschen Straße umfangreicher Wohnungsbau geplant. Daher wird die Anbindung des Harburger Hafens zum Fahrplanwechsel neu gestaltet.

Auf der Stadtbuslinie 142 wird zwischen Heimfeld und Bahnhof Harburg der bisherige 6-Minuten-Takt auf einen 5-Minuten-Takt verdichtet. Außerdem wird die Linie mit einem 20-Minuten-Takt zum Harburger Hafen verlängert.

Daraus ergeben sich weitere Anpassungen auf den Harburger Linien 145, 153 und 154.

Fährlinien

Um den steigenden Fahrgastzahlen in der Fährschiffahrt gerecht zu werden und um die Elbinsel Wilhelmsburg anzubinden, gibt es bei den Fährlinien folgende Neuerungen:

 Fährlinie 72

Mit der neuen Linie 72 von den Landungsbrücken bis zur Elbphilharmonie erhält die Hafencity eine weitere Anbindung an die Hafenfähren. Aufgrund der räumlichen Nähe zur Elbphilharmonie wird der Anleger Sandtorhöft aufgegeben. Die Linie 72 verkehrt im 30-Minuten-Takt.

 Fährlinie 73

Auf der Schiffslinie 73 wird der neue Anleger „Ernst-August-Schleuse“ in Wilhelmsburg im 40-Minuten-Takt bedient, zunächst nur montags bis freitags. Damit ist Wilhelmsburg künftig auch von der Wasserseite her an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Fährlinie 62

Mit Inbetriebnahme der neuen Linie 72 wird die Linie 62 künftig an der Endhaltestelle St. Pauli/Landungsbrücken halten und alle Fahrgäste aussteigen lassen. Ab dem Anleger Landungsbrücken fährt die Linie 62 unter Bedienung der bekannten Haltestellen wie bisher nach Finkenwerder und endet danach wieder an den Landungsbrücken.

Ungefähr 8 Millionen Euro soll das Paket jährlich kosten. Weitere Taktverdichtungen sind auf „vielen Linien“ und Einsatz größerer Fahrzeuge vorgesehen. Man will rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel detailliert informieren.

Unter anderem folgende Änderungen sind wahrscheinlich:

  • Fahrplanabstimmung der Linienpaare 7/172 und 177/277 in gemeinsamen Abschnitten.
  • Auf der 275 vormittags Verdichtung von 20 auf 10 Minuten.
  • Zur IGA soll die Metrobuslinie 13 bis abends alle 5 Minuten verkehren.
  • Metrobuslinien 20 und 25: langfristige Umstellung auf Gelenkbusbetrieb an Samstagen & Sonntagen, Realisierung zeitlich gestaffelt.
  • Stadtbuslinie 112: zusätzliche Verstärkerfahrten, verlängerte Betriebszeit, Änderungen am Linienweg.

Busbeschleunigungsprogramm

Für das Busbeschleunigungsprogramm wurde eine umfangreiche Homepage ins Netz gestellt. Unter www.via-bus.de werden die einzelnen Maßnahmen erläutert und Hintergrundwissen vermittelt. ♦

Nix mit Rente

vom Typ DT2 mussten, aufgrund stark gestiegener Fahrgastzahlen, 2008 ihren Ruhestand unterbrechen und wurden wieder in den regulären Bestand übernommen (wunderbare Fotos drüben im Fototagebuch der Bahnfotokiste.)

Die Oldtimer versehen zwischendurch aber noch immer ihren Dienst, dienen vornehmlich aber der Reserve. Sie werden wohl die ersten Züge sein, die vom nagelneuen U-Bahn-Typ DT5 abgelöst werden. ♦
— Quelle: HOCHBAHN; Stand: 2012

HOCHBAHN-Bilanz 2011: ab in die Zukunft

Im Fokus stand bei der diesjährigen Bilanz Ende Juni das Projekt „Komplementäre Mobilität als Zukunftsaufgabe“, womit die Verknüpfung unterschiedlicher Verkehrsträger – namentlich Leihfahrrad und Leihauto – mit dem ÖPNV gemeint ist. Eine höchst spannende Geschichte, über welche die Presse bereits ausführlich berichtet hat. In unserer kleinen Bilanz hier auf Rycon liegt der Schwerpunkt dieses Jahr dagegen auf der Personalentwicklung, Investitionen und den anstehenden Projekten. Zunächst aber die nackten Zahlen.

In den Bussen und U-Bahnen der HOCHBAHN absolvierten die Kunden 423,3 Millionen Fahrten, 2,8 Prozent mehr als 2010, wo 411,6 Millionen Beförderungsfälle ermittelt wurden. Damit liegt das Hamburger Unternehmen meilenweit über dem Branchenschnitt von 0,6 Prozent.

Die finanzielle Gesamtleistung betrug 2011 gute 448,7 Millionen Euro, 14,8 Millionen mehr als 2010 (433,9 Millionen). Ein Rückgang ist bei dem Beteiligungsergebnis zu verkraften: Die sank im Berichtszeitraum von 8,9 auf nun 8,3 Millionen Euro.

Erfreulich dagegen der Rückgang des Verlustes: 55,6 Millionen Euro muss nur noch die HGV, in der sämtliche Beteiligungen der Stadt gebündelt sind, ausgleichen; ein Rückgang um eine glatte Million gegenüber dem Vorjahr. Der Fehlbetrag sank durch Effizienzsteigerung von 19 Cent je Personenfahrt 2002 auf nun 13 Cent. Der Kostendeckungsgrad des Konzerns hat mit 89,2 Prozent einen sehr hohen Stand erreicht.

Schwerpunkt I: Personal

Der Aufwand für Personal – Gehälter und so weiter – stieg kräftig von 195,6 auf 207,4 Millionen Euro zwischen 2010 und 2011. Neben dem Materialaufwand – z.B. für Energie, neue Fahrzeuge et cetera – stellen die Personalkosten den größten Kostenblock da, fast die Hälfte der Gesamtleistung geht hier drauf.

Die Personallage war und ist besonders im Busressort äußerst angespannt. Neben den Sommerferien und U3-Ersatzverkehr sorgte ein hoher Krankenstand für eine schwierige Situation. Erschwerend kommt hinzu, dass die Alsterdampfer der ATG in der Saison von vielen Busfahrern gesteuert werden; außerhalb der Saison kehren sie zu ihre bereiften Fahrzeugen zurück. Reichlich Bus-Leistungen mussten an Konkurrenten zeitweilig abgeben werden, es kam sogar vereinzelt zu Fahrtausfällen. Die Busbetriebe VHH, Zerbin und KVG übernahmen noch bis 31.08.2012 Fahrdienste. An die PVG zurückgegebene Auftragsverkehre wurden bereits Anfang August wieder aufgenommen.

Zwar hat nicht nur die HOCHBAHN mit einem hohen Krankenstand zu kämpfen. So ergab eine Untersuchung der Krankenkasse KKH-Allianz, das viel Fahrpersonal – man zählte neben Busfahrern auch Straßenbahnfahrer hinzu – sich krankmeldete. Im Schnitt sammelten sich 14,8 Krankheitstage pro Nase von Januar bis Juli 2012 an. Dennoch sind die Werte bei der HOCHBAHN besonders mies: Die Betriebshöfe Wendemuthstraße (Wandsbek) und Langenfelde verzeichneten im Juli dieses Jahres einen Krankenstand von über 10 %; in Mesterkamp meldeten sich durchschnittlich gar 12 % arbeitsunfähig. Über das gesamte erste Halbjahr 2012 liegt die Quote hofübergreifend bei 9,2 %; also fast ein Zehntel steht ständig für den Fahrdienst nicht zur Verfügung.

Schwerpunkt II: Investitionen

In beide Betriebszweige – U-Bahn und Bus – wird weiter fleißig investiert. Besonders im Busressort steht in den nächsten Jahren viel an, was insofern bemerkenswert ist, da hier traditionell mit besonders spitzem Bleistift gerechnet wird.

Aktuell wird der Betriebshof Langenfelde für 37 Millionen Euro komplett neu gebaut und die Fahrzeugkapazität erhöht. Auf dem Betriebshof Wendemuthstraße in Wandsbek sind derzeit die Sozialräume der Werkstatt an der Reihe; irgendwann wird die Busabstellfläche („Stränge“) überdacht, damit die Versorgungsleitungen für Strom und Druckluft von der Decke hängen und die Fahrzeuge dichter beieinanderstehen können. Man hofft, dadurch weitere 20 Fahrzeuge auf den Hof quetschen zu können. Gleiches ist für den Betriebshof Hummelsbüttel vorgesehen. Ferner steht ein Grundstück neben dem Betriebshof Wendemuthstraße zum Kauf, die Sache wird geprüft. Harburg bekommt eine zweite, zusätzliche Abstellanlage in Nähe des Hauptbetriebshofes. In Mesterkamp (Barmbek) soll die Abstellfläche neu organisiert werden, um auch hier noch mehr Busse unterbringen zu können.

Auf den einzelnen Betriebshöfen geht es zum Teil sehrr eng zu. Um auch noch das Letzte bisschen Platz herauszupressen, sollen die Fahrzeuge noch dichter beieinanderstehen.

Neue Betankungsanlagen haben Hummelsbüttel und Mesterkamp erhalten, derzeit wird diese auch in Wandsbek montiert; die anderen Höfe folgen. Die hochmodernen Anlagen erfassen später mit dem BMS (siehe unten) den Verbrauch jedes einzelnen Busses. Mittelfristiges Ziel ist es, nicht jeden Tag den Bus voll betanken zu müssen. Dies führt zu Gewichtsersparnis im Fahrzeug. Ein vor einigen Jahren durchgeführter Versuch, Busse nur alle zwei Tage zu betanken, scheiterte kläglich. Aus dieser Zeit stammen übrigens die roten und grünen Punkte an der Windschutzscheibe älterer Fahrzeuge.

Die Kapazitätsausschöpfungen der Betriebshöfe stellen die Grundlage dar, um die Busflotte weiter zu vergrößern. Mehr Fahrzeuge benötigen, neben dem Fahrpersonal, natürlich auch mehr an Werkstattpersonal. 2013 will man insgesamt 30 Stadtbusse beschaffen (Anzahl Gelenkbusse steht noch nicht fest), die Fahrzeuge sollen im Heck eine dritte Tür und Außenlautsprecher erhalten. Die Neufahrzeuge, wie jedes Jahr, ersetzen einen Teil der bisherigen Flotte.

Mächtig Stolz ist man auf die Citaro-2-Busse, obwohl die sich auch nicht großartig – abgesehen vom neuen Blechkleid – vom Vorgänger unterscheiden. Dieses Jahr kommen aber die ersten Citaro-2-Busse mit dem brandneuen Euro 6-Motor. Fremd geht das Unternehmen, in dem es auch bei MAN neue Fahrzeuge bestellt hat. Sehr zum Leidwesen des Werkstatt- und Fahrpersonals, die mit den bisher eingesetzten MAN-Bussen unzufrieden sind.

Um die Fahrzeugverfügbarkeit zu erhöhen und den Ablauf zu verbessern, steht nach jahrelangem Gefummel die Einführung eines Betriebshofmanagementsystems (BMS) an. Die Implantierung geschieht Hofweise und erstreckt sich über mehrere Jahre. In Hummelsbüttel wurde bereits begonnen. Zur Ortung der Fahrzeuge auf dem Betriebshof – GPS ist zu ungenau – erhalten die Fahrzeuge Antennen auf dem Dach („Schiffchen“). Der Testbetrieb ist für das erste Quartal 2013 in Hummelsbüttel vorgesehen. Bis Ende 2013 sollen die weiteren Höfe folgen, mit Ausnahme von Langenfelde, das erst nach Abschluss der Umbauarbeiten – 2014 – in den Genuss kommt.

Im Zusammenhang mit dem vom Senat beschlossenen Busbeschleunigungsprogramm steht eine beträchtliche Aufstockung von DFI-Anzeigern an Bushaltestellen (DFI = Dynamische Fahrgastinformation, also die bekannten Displays) auf dem Programm. Zur Finanzierung befindet sich das Unternehmen im Gespräch mit der Stadt. Zeitgleich werden Alternativen untersucht, um den Kauf von Fahrkarten beim Busfahrer zu beschleunigen.

Im U-Bahn-Ressort tut sich auch eine ganze Menge. Mit der Eröffnung der U4 wächst nach vielen Jahren das Netz um immerhin 4 Kilometer und zwei Stationen. Fünf Einheiten des brandneuen U-Bahn-Typs DT5 befinden sich in Hamburg und werden auf Herz und Nieren geprüft sowie technisch abgenommen. Die Züge werden aller Voraussicht nach noch in diesem Jahr in den Fahrgastbetrieb gehen. Die Innenraum-Renovierung der ersten DT4-Bauserie läuft auch im kommenden Jahr weiter. Hinzu gesellt sich ein umfangreiches, technisches Update.

Nahezu abgeschlossen ist das Projekt „Winterhuder Brücken“ auf dem Nordring der U3, indem sieben große Baustellen zusammengefasst und parallel abgearbeitet wurden.

Das U-Bahn-Ressort wird immer besonders gut bepudert. Daran ändert sich dieses und kommendes Jahr nichts; viel Geld wird in Infrastruktur und Fahrzeuge investiert. Mit Erfolg: Die U-Bahn erreicht bei Kundenbefragungen stets Top-Werte.

Nachdem in den letzten Jahren die U3-Fahrgäste viel Bautätigkeit erdulden mussten – was aber nun einmal notwendig ist – sind ab 2013 die U1-Fahrgäste dran. Voraussichtlich von 13.05. bis zum 15.09.2013 verkehrt die U-Bahn ohne Halt durch Langenhorn Nord. Die Station wird komplett saniert. Innerhalb dieser Zeitspanne – wahrscheinlich von 05.06. bis 27. 08.2013 – steht eine komplette Sperrung zwischen Ochsenzoll und Langenhorn Nord ins Haus. Auch hier wird eine ganze Batterie an Baumaßnahmen gebündelt und abgearbeitet.

Ein ganzer Schwung Stationen soll im kommenden Jahr barrierefrei werden, respektive die Baumaßnahmen beginnen: Osterstraße (läuft), Emilienstraße und Christuskirche (alle U2, vielleicht Anfang März 2013); die U1/U3-Umsteigeanlage Wandsbek-Gartenstadt folgt später (vielleicht Ende August/Anfang September). Ferner Kiwittsmoor (U1), Hammer Kirche (U2) und Feldstraße (U3).

Für viel Arbeit sorgen die Großprojekte Busbeschleunigungsprogramm, die politisch-beschlossene U4-Erweiterung und das neue Thema „Komplementäre Mobilität“. Die Feldversuche mit allerlei Hybridbussen verschiedener Hersteller und Konzepten läuft auf Hochtouren. Seit Mitte Juli 2012 ist man auch auf den sozialen Netzwerken Facebook und twitter fleißig bei der Sache.

Gründung der HSF GmbH

Ende Juni 2011 beauftrage die Stadt Hamburg, künftig den Fuhrpark der S-Bahn zu beschaffen. Hierfür wurde die „Hamburger Schnellbahn-Fahrzeug-Gesellschaft mbH“, kurz HSF, ins Handelsregister eingetragen. Die HSF soll neue S-Bahn-Triebzüge finanzieren und beschaffen, der Fahrzeugpool wird an den künftigen S-Bahn-Betreiber – der alte Verkehrsvertrag mit der Deutschen Bahn läuft 2018 aus – vermietet. Vorteil für Bieter: Sie müssen nicht die horrenden Kosten für die Züge stemmen. 170 Fahrzeuge sind für die S-Bahn vorgesehen, davon 60 neue Züge, wobei der Typ erst noch entwickelt werden muss. Auf den Plan tritt die HSF nur dann, wenn keine vernünftigen Angebote eintrudeln.

Die S-Bahner können jedoch beruhigt sein: Die HOCHBAHN hat bereits abgewunken und will sich nicht an der Ausschreibung beteiligen.

Bestrebungen gibt es allerdings im Falle der AKN, welche die A-Bahn betreibt. Das hochdefizitäre Eisenbahnunternehmen würde die HOCHBAHN ganz gerne in ihre Arme schließen, stellt an die bisherigen Gesellschafter – die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein – jedoch harte Bedingungen. Bei diesem Thema sind die Türen allerdings fest verschlossen. ♦
— Fotos/Tabellen: Rycon

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