Mit ‘Dieselhybrid’ getaggte Beiträge

Brennstoffzellen-Hybridbus angekommen

Mindestens ein Brennstoffzellen (BZ)-Hybridbus ist derweil in Hamburg eingetrudelt. Zurzeit befindet sich das Fahrzeug, wie auch vier Citaro II-Busse, zur Ausrüstung auf dem Busbetriebshof Wandsbek der HOCHBAHN.

Damit wird ein neues, spannendes Kapitel in der Entwicklung dieses Treibstoffes aufgeschlagen. Im Gegensatz zu den früher in Hamburg verkehrenden BZ-Bussen, kommt die neue Generation als Hybrid daher.

Möchte man mit dem Diesel-Hybridbus („BusBus“) eben Diesel einsparen, ist es beim BZ-Hybridbus Wasserstoff. Sinkt der Verbrauch, erhöht sich die Reichweite – und sinken die Treibstoffkosten.

„BusBus“ und „SauberBus“

Vermarktet werden die neuen Technologien mit folgendem Hintergrund: Die (seriellen) Diesel-Hybridbusse werden als „BusBus“ bezeichnet, da hier quasi zwei Busse in einem stecken. Ein Elektrobus, da der eigentliche Antrieb über Elektromotoren erfolgt, sowie eine Art Dieselbus, wobei der Dieselmotor ausschließlich für den Betrieb eines Stromgenerators herangezogen wird.

Die Brennstoffzellen-Hybridbusse bezeichnet man dagegen als „SauberBus“, da hier keinerlei Emissionen – außer Wasserdampf – örtlich in die Umwelt gepustet werden. Ausgedacht hat sich dies die Agentur Reinclaasen.

Beide Typen sind in, wie sollte es anders sein, auffälligem Grün gehalten und sehen sich auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Der „BusBus“ ist jedoch als 18-Meter-Gelenkbus ausgeführt, der „SauberBus“ hat die Maße eines normalen Stadtbusses.

Im Innern setzt sich bein „SauberBus“ die grüne Farbgebung fort, Fußboden in Dunkelgrün, Sitzbezug in Giftgrün – und damit völlig vom HOCHBAHN-Standard abweichend. Leider bekommt das zweit größte Nahverkehrsunternehmen in Deutschland es noch immer nicht gebacken, einheitliche Gestaltungsrichtlinien durchzuziehen.

Voraussichtlich gehen die BZ-Hybriden zum Busbetriebshof Hummelsbüttel. Wann der „SauberBus“ der Öffentlichkeit vorgestellt und in den Fahrdienst gehen, ist zurzeit noch unbekannt. In vorauseilendem Gehorsam wird hier im Blog diesmal auf Fotos verzichtet. ♦

Mehr zum Thema Diesel-Hybridbus auf Rycon

Erste Fahreindrücke vom Diesel-Hybridbus

Der am letzten Montag vorgestellte Diesel-Hybridbus soll eine Menge Sprit sparen. Das ist aus Fahrgastsicht zwar schön und gut, aber als HVV-Kunde ist man immer umweltfreundlicher unterwegs als mit dem Automobil. Viel interessanter ist da die Frage, ob auch die „Beförderungsqualität“ durch das neue Antriebskonzept verbessert wurde. Immerhin treibt bei einem seriellen Hybriden nicht mehr ein Dieselmotor, sondern mehrere Elektromotoren das Fahrzeug an.

Die HOCHBAHN taufte den Diesel-Hybridbus auf den Namen „BusBus“, zur Unterscheidung gegen die neuen Brennstoffzellenbusse, welche dieses Jahr in Hamburg erwartet werden. Auch sie verwenden die Hybridtechnologie und sollen ebenfalls einen griffigen Namen bekommen. Ende des Jahres werden also zwei, technisch unterschiedliche, „Hybridbusse“ auf Hamburgs Straßen sein.

Der „BusBus“ wurde am 15.03.2010 der Presse offiziell vorgestellt. Foto: Daimler AG

Der „BusBus“ befindet sich, unregelmäßig, bereits im Liniendienst. So mancher Fahrgast hat also schon Bekanntschaft machen können. Neben der Außenbeklebung unterscheidet sich der Diesel-Hybridbus gegenüber normalen Dieselbussen ganz enorm.

Völlig neues, angenehmes Fahrgefühl

Elektromotoren benötigen keine Gangschaltung, was man als Fahrgast angenehm bemerkt. Es gibt keine Automatik mehr, die mit spürbarem Ruck schaltet und waltet. Auch der Bremsenvorgang verläuft butterweich. Das charakteristische, heftige Ruckeln vor dem Stillstand des Busses fehlt. Oft denken Fahrgäste, der Fahrer könne nicht richtig bremsen, tatsächlich kommen diese unangenehmen Ruckelleien vom Fahrzeug (verursacht durch den Retarder). Sanftes Anfahren, sanftes Bremsen – das kennt man eher aus der U-Bahn.

Auch die Geräuschkulisse hat mehr mit einer U-Bahn als mit einem (Diesel-) Bus gemein. Im reinen Elektrobetrieb ist das Fahrzeug extrem leise. Nur ein leichtes Surren der Elektromotoren ist während der Fahrt zu hören, wie bei einer U-Bahn. Selbst die bisher eingesetzten Brennstoffzellenbusse sind da deutlich lauter. Beim Anfahren, im Dieselbus naturgemäß immer besonders laut, machen sich die Elektromotoren besonders sympathisch bemerkbar – bzw. nicht-bemerkbar. Ganz erstaunlich.

Sinkt die Kapazität des Akkus, schaltet sich der Dieselgenerator ein; auch er ist ungewohnt leiser, als ein Antriebs-Dieselmotor. Wie oft sich dieser einschaltet, kommt natürlich auf die Strecke und die Anzahl der Bremsvorgänge an, denn beim Bremsen wird Energie gewonnen und im Akku gespeichert.

Prototypen-Flotte

Die HOCHBAHN wird insgesamt 10 dieser „Mercedes-Benz Citaro G BlueTec Hybrid“-Fahrzeuge beschaffen und im harten Liniendienst dauerhaft einsetzen. Dabei handelt es sich um Vorserien-Fahrzeuge, die auf Herz & Nieren geprüft werden. Kinderkrankheiten darf es in dieser Zeit ruhig geben, damit diese ausgemerzt werden können, bevor die Serienfertigung beginnt.

Die Prototypen-Flotte kostet laut HOCHBAHN knapp 8 Millionen Euro (also rund 800.000 Euro pro Fahrzeug), das Bundesverkehrsministerium fördert dieses „Forschungsvorhaben“ mit 3,9 Millionen Euro, übernimmt also praktisch die Hälfte der Anschaffungskosten. Gut angelegtes Geld, wenn man technologisch auf höhe der Zeit bleiben will und „Klimaschutz“ nicht nur als Phrase begreift.

Der Diesel-Hybridbus im Testeinsatz in Stuttgart. Foto: SSB AG

Dass der Diesel-Hybridbus auch ordentlich Sprit spart, konnte bereits die Stuttgarter Straßenbahn AG (SSB) feststellen, wo man sich geradezu begeistert über den neuen Fahrzeugtyp zeigte. Dort wurde der Verbrauch in einem einwöchigen Test zusammen mit einem herkömmlichen Citaro-Gelenkbus ermittelt und man kam auf 18 % Kraftstoffersparnis. In Hamburg dürfte dieser Wert locker geschlagen werden, denn Stuttgart ist topographisch anspruchsvoll (sprich bergig). Zudem wird für den hiesigen Einsatz die Motorsteuerung angepasst und weiter entwickelt.

Fazit

Der Diesel-Hybridbus spart hoffentlich nicht nur eine ganze Menge Sprit, was die Umweltbilanz weiter glänzen lassen wird; er bietet dem Fahrgast auch einen deutlich verbesserten Fahrkomfort. Keine ruckartigen Erschütterungen mehr, sanftes Anfahren und Bremsen sowie sehr leise Motoren.

Wieder einmal ist Hamburg ganz vorne dabei, wenn es um neue Technologien und neue Konstruktionen im öffentlichen Verkehr geht. Es muss nicht immer Bayern sein.


Die Umfrage endet am Mittwoch, 24.03.2010


Mehr zum Thema auf Rycon:

— OR/HS

„BusBus“: Hybrid-Dieselbus offiziell vorgestellt (Update) / Leserumfrage

Heute Vormittag war es so weit: Die HOCHBAHN präsentierte ihre neuste, technische Errungenschaft im Bus-Ressort, den Diesel-Hybridbus, der Presse. Die erschien zahlreich, unter anderem mehrere Fernsehteams, darunter natürlich vom NDR und von Hamburg 1. HOCHBAHN-Chef Günter Elste war mit von der Partie, wie auch Hamburgs Wirtschaftssenator Axel Gedaschko und andere.

Günter Elste (HOCHBAHN-Chef); Enak Ferlemann (parl. Staatssekretär, Bundesverkehrsministerium); Axel Gedaschko (Hamburger Wirtschaftssenator); Michael Göpfarth (EvoBus GmbH)

Der neue Fahrzeugtyp wird als „BusBus“ bezeichnet und entsprechend beklebt; an den Fahrzeugseiten ist ein weiterer Bus zu sehen. Als Grund wird angegeben, dass es sich bei diesem Fahrzeug um zwei Busse in einem handeln würde, daher sowohl ein Diesel-, als auch ein Batteriebus. Die Farbgebung ist in einem hellen grün gehalten, sowie der zweite, „aufgemalte Bus“ erscheint in Weiß.

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„BusBus“ vor dem Hamburger Rathaus.

Über den „BusBus“ wurde heute Nachmittag eine Sonderseite ins Netz gestellt. Das Unternehmen will zehn Diesel-Hybridbusse beschaffen, die zusammen knapp 8 Millionen Euro kosten. Dies entspricht gute 800.000 Euro pro Gelenkbus. Die Beschaffung wird aus dem Programm „Modellregion Elektromobilität“ staatlich gefördert, das sich aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung speist. Über die Höhe der Förderung machte die HOCHBAHN keine Angaben.

Die Umfrage endet am Mittwoch, 24.03.2010

Mehr zum Thema auf Rycon:

— OR; Fotos: Daimler AG

Kurzmeldungen (2)


Ausschreibung | Der Stadtverkehr in Elmshorn wird, im Auftrag des Kreises Pinneberg, vom HVV ausgeschrieben. Dies umfasst die Buslinien 6500, 6501, 6502, 6503 und 6504 mit jährlich 850.000 Nutzwagenkilometer. Interessierte Verkehrsunternehmen können bis 21.05.2010 ihr Angebot vorlegen. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren (bis 12/2015). Derzeit fährt dort die PVG, Schenefeld (respektive VHHPVG-Unternehmensgruppe). Die HVV-Website wurde diesbezüglich noch nicht aktualisiert. TED-ID: 2010/S 38-055896 +++

Ungewiss | Für Montag (01.03.2010) ist die Inbetriebnahme der R10-Haltestelle Gartenholz (zwischen Ahrensburg und Bargteheide gelegen) terminiert. Ab 23.03.2010 sollte die Buslinie 469 als Ringlinie (Bf. Gartenholz → Gewerbegebiet → Bf. Gartenholz) die Bedienung aufnehmen.
„Bf. Gartenholz“ (eigentlich ein Haltepunkt und kein Bahnhof, wurscht) sollte bereits Ende letzten Jahres in Betrieb gehen. Ob es nun soweit ist, scheint ungewiss. Die Lokalpresse berichtete darüber, dass sich die Eröffnung weiter verzögern wird. Auf der Homepage der LVS findet sich über das Thema noch nichts. +++

„Bester Linienbus“ | Der „Citaro G BlueTec Hybrid“ – sprich: Der Diesel-Hybridbus – von Mercedes-Benz wurde von den Lesern der Zeitschrift „Der Busfahrer“ als bester Linienbus gewählt. Gut 1.000 Leser sollen sich an der Aktion beteiligt haben. Für die „Sicherheitsfeatures“ und dem „Handling“ gab es besonders gute Noten. (Quelle: Daimler AG)
Fraglich ist, wie das soviele Leser beurteilen konnten, wo es doch nur eine Handvoll Vorserienfahrzeuge gibt. Laut Datenblatt hat der Hybride auch keine großartig-anderen „Sicherheitsfeatures“ wie ein stinknormaler Citaro-Gelenkbus. Die Zeitschrift „Der Busfahrer“ führt regelmäßig „Supertest“ (Fahrzeugtests) durch, bei dem auffälligerweise praktisch jedes Fahrzeug super-toll abschneidet. +++

U3-Sperrung | Zwischen Rathaus und Berliner Tor wird ab Samstag (1.00 Uhr) bis Sonntag (Betriebsschluss) ein Schienenersatzverkehr mit Bussen in beiden Richtungen eingerichtet. Grund: Über den U3-Gleisen am Hauptbahnhof ist die Deutsche Bahn mit Brückenbauarbeiten beschäftigt. [Weitere Infos: PDF] +++

S3 eingeschränkt | Für den behindertengerechten Ausbau der Haltestellen Thesdorf und Halstenbek wird ein Gleis gesperrt. Zwischen Elbgaustraße und Pinneberg steht folglich nur ein Gleis zur Verfügung. Daher verkehren die S3-Züge von Sonntag (1.00 Uhr) bis Montag (4.00 Uhr) nur alle 20-Minuten. [Weitere Infos: PDF] +++
— OR

Hybrid-Dieselbus: Fotos vom Innenraum

Fahrzeugvorstellung, Teil 2 | Früher waren Busse das Stiefkind in der Nutzfahrzeugbranche. Man bediente sich, was die Technik angeht, fröhlich aus dem LKW-Regal und schusterte etwas zusammen. Jahrzehntelang gab es auch nur ein „Standard“-Modell, was aus Sicht der Verkehrsbetriebe natürlich den enormen Vorteil hatte, dass praktisch jedes Ersatzteil in jede Karre passte – und die Hersteller konnten günstigerweise in großen Stückzahlen produzieren.

Heute ist das völlig anders. Der ordinäre Omnibus hat sich zu einer hochtechnischen, innovativen Fahrzeugsparte gemausert – und einer dieser Quantensprünge bildet der neue Diesel-Hybridbus. Da solche Entwicklungsschritte nicht alle Tage stattfinden, soll an dieser Stelle noch ein wenig mehr darüber berichtet werden; ging es bei der letzten Fahrzeugvorstellung auf Rycon um die Karosserie, wollen wir heute verstärkt den Innenraum vorstellen, der – aus Fahrgastsicht – schließlich viel wichtiger ist. Zunächst soll der Hybride aber erst einmal Hamburger Boden unter seinen Rädern bekommen.
Alle folgenden Bilder können durch Klick vergrößert werden.

Rampen angebracht

Aus unerfindlichen Gründen zeigt die Zielbeschilderung „Rathausmarkt“ an. Rechts ist die Wasserstofftankstelle zu sehen, welche die Brennstoffzellenbusse mit Sprit versorgt. Der Stoff wird übrigens auch dort produziert, was in etwa so ist, als würde neben einer herkömmlichen Tankstelle ein Bohrturm nebst Raffinerie stehen. Dieses Jahr beschafft die HOCHBAHN neue Brennstoffzellenbusse, die auch auf die Hybridtechnik setzen – das spart auch dort jede Menge Treibstoff.

Beim abladen; Fahrerseite

Hier sind nochmals die Dachaufbauten gut zu erkennen; die geschwungene Form der Lüftungsschlitze (hinten) sieht nicht übel aus. Auch ein sehr schönes Unterscheidungsmerkmal zu herkömmlichen Bussen sind die metallischglänzenden Felgen.

Beim abladen

Vorsichtig wird der Bus zurückgesetzt, wie es so schön heißt. Damit ist der Hamburger Nahverkehr nun um eine neue Technologie reicher.

Innenraum

Vorderwagen; linke Sitzreihe

Hier ist der Vordere, von insgesamt drei, TFT-Bildschirm gut zu erkennen. 3 ½ „Schwerbeschädigten“-Sitzplätze sind, wie üblich, auf der linken Fahrzeugseite untergebracht, die früher mit einem Plussymbol gekennzeichnet waren. Heute verwendet man runde, blaue Aufkleber; für jeden Sitzplatz einen. Ältere Herrschaften sind aber der irrigen Meinung, die allererste Sitzreihe gehöre ihnen; das war vor anno dazumal tatsächlich so. Jetzt müssen sie aber kein Podest mehr erklimmen, sondern können sich viel bequemer hinpflanzen. Im Alltag wird das aber konsequent ignoriert. Sollte sich ein Mitfahrgast unter 70 auf den vordersten Plätzen verirren, wird dieser weggescheucht oder mit den Augen getötet. Fahrgäste können sehr gemein sein.

Vorderwagen;rechte Sitzreihe

Hier sieht man sogenannte 1 1/2-Sitze, welche für größere Menschen konzipiert sind. Unterm Strich bietet dieser Gelenkbus 37 Sitz- und 97 Stehplätze an, sowie ein Rollifahrer kann mitgenommen werden. Was auch jede Hausfrau/-mann erfreuen würde: Die Sitze sind so angebracht, dass der Fußboden unter ihnen leicht zu reinigen ist. Ecken und kannten werden heutzutage möglichst vermieden, da der Wischmopp dort schlecht ran kommt und der Dreck sich bekanntlich gerne Nischen sucht.

Blick vom Tür II-Bereich nach hinten

Bildschirm Nummer 2 zeigt gegen die Fahrtrichtung. Unter den wuchtigen Sitzen sind die Radkästen. Die Elektromotoren sind direkt an den Radnaben angebracht.

Blick vom Nachläufer nach vorne

Der Innenraum wirkt hell und aufgeräumt.

Nach dem Gelenk

Direkt hinter dem Gelenk befindet sich Bildschirm drei. Solche Gimmicks sind ungeheuer beliebt und werten ein Nutzfahrzeug auf, sind allerdings auch teuer.

Nachläufer; direkt nach dem Gelenk, Fahrerseite

Neben dem Mehrzweckbereich im Vorderwagen befindet sich ein Zweiter gegenüber der letzten Tür (Tür III). Dort befinden sich zwei „Notsitze“, die aber auch schlicht als Klappsitze bezeichnet werden.

Nachläufer; Fahrerseite

Der Sitzbezug hat ein vom HOCHBAHN-Standard abweichendes Design erhalten; ebenso wie der Fußboden. Die Haltestangen sind aus Edelstahl, abblätternde Farbe gehört so der Vergangenheit an, obendrein sind sie leichter zu reinigen.

Nachläufer; hintere, linke Ecke

Die Sitzplätze sehen sogar recht bequem aus, nur die seitlich angebrachte 3er-Sitzgruppe mag nicht so recht begeistern.

Nachläufer; hintere, rechte Ecke

Hier finden Aggregate Platz, Wartungsklappen ermöglichen einen hoffentlich einfachen Zugang. Die Konstruktion ist allerdings etwas unglücklich, das sie schlecht einsehbar ist und dort imaginär „bitte beschmier mich!“ draufsteht. Aber es gibt ja immer was zu meckern.

Über den Türen; LED-Leuchte

Auch kleine, nette Details sind erwähnenswert: Direkt über den Türen sind jeweils zwei derartige LED-Leuchten installiert, die sich beim Öffnen der Tür einschalten. Sie sehen nicht nur schnuckelig aus, sondern sparen tüchtig Strom und halten eine Ewigkeit. So profan einem das Vorkommen mag, so wichtig sind solche Kleinigkeiten. In einem Bus sind unzählige Lämpchen innen und außen angebracht, die sehr gerne kaputt gehen. Während das Ersatzteil nicht die Welt kostet (wobei ja auch Kleinvieh Mist macht), geht viel Zeit drauf, die Lampen auseinander zu fummeln und die Leuchtmittel zu ersetzen. Hier langlebige Bauteile zu verwenden, sorgt daher für weniger Wartungsaufwand.

Fahrerarbeitsplatz; Decke

Wandern wir nun in den vorderen Teil des Busses. Damit dem Fahrer ein Licht aufgeht, sind diese beiden schicken LED-Leuchten angebracht.

Arbeitsplatz

Der Busfahrer findet auch hier seine gewohnte Arbeitsumgebung vor. Wie hier zu sehen, kann der Fahrer Tür III (also die letzte Tür) nicht selbst schließen; statt Taster ist für Tür III nur ein roter Leuchtmelder vorhanden. Das führt bei Fahrgästen immer wieder zur Verwirrung: Der letzte Einstieg geht nur dann zu, wenn der Türbereich frei ist. Steht dort jemand, kann die Tür nicht geschlossen werden. Diese Automatik ist gesetzlich vorgeschrieben, da der Busfahrer dort durch die Spiegel nichts sieht. Bei einigen Verkehrsunternehmen werden Kameras eingesetzt, worüber der Fahrer den Türbereich einsehen und das Türenschließen erzwingen kann. Das ist aber ein sehr teurer Spaß, zudem ist es inkonsequent.

Fahrersitz

Auch der Fahrersitz ist im schicken Rot gehalten. Solche Sitze verfügen übrigens über wahnsinnig viele Einstellungsmöglichkeiten, was man an den ganzen Schaltern unten erkennt. Captain Kirk würde vor Neid erblassen.

Damit ist unser kleiner Rundgang im neuen Mercedes-Benz Citaro G BlueTec Hybrid-Bus abgeschlossen.

Zu diesem Artikel gibt es einen Hinweis in eigener Sache
— OR; Fotos: Rycon

Erste Bilder vom neuen Hybrid-Dieselbus


Fahrzeugvorstellung |
Ob man das als historisch bezeichnen soll, darüber kann man streiten. Aber ein neues Kapitel in der hier in Hamburg eingesetzten Bustechnologie ist es dann doch: Der erste Hybrid-Dieselbus aus den Mercedes-Benz-Werken in Mannheim hat heute Vormittag unsere Hansestadt erreicht. Der Gelenkbus wurde per Tieflader angeliefert und präsentiert sich noch „nackt“, das heißt, ohne Farben, ganz in weiß (das rote HOCHBAHN-Outfit wird geklebt).

Der HOCHBAHN-Betriebshof Hummelsbüttel („G“) erhält diesen technologischen Zwischenschritt, von dem man sich Pi mal Daumen 20 bis 30 Prozent Treibstoffersparnis erhofft. Damit wird der Nahverkehr per Bus noch ressourcenschonender, als er es ohnehin schon ist.

Fahrzeugheck

Von außen stellt man keine großartigen Veränderungen fest, wurde die neue Antriebstechnologie doch in einen Standard-Citaro verbaut.

Heck-/Seitenansicht

Am auffälligsten sind noch die Dachaufbauten, bei denen vor allem – laut Daimler – eine der größten Lithium-Ionen-Batterie eingebaut ist. Die leistet 240 kW und bringt 350 kg auf die Waage, was so keine üblen Werte sind. Auch die Klimaanlage ist, wie üblich, auf dem Dach untergebracht.

Linke Seite

Vier Elektromotoren sind an der zweiten und dritten Achse an den Radnaben angebracht, die zusammen 320 kW Leistung erbringen. Sie erhalten ihren Saft aus der Batterie – und fahren nahezu lautlos und ruckfrei. Der Dieselmotor  wird nur noch für den Stromgenerator benötigt und kann daher deutlich kleiner ausfallen. Gegenüber herkömmliche Citaro-Dieselbussen wiegt der Motor hier nur 450 kg (statt 1000 kg), bei nur 4,8 Liter (statt 12 Liter) Hubraum.

Fahrerseite

Das gute Stück hört auf die Bezeichnung „Mercedes-Benz Citaro G BlueTec Hybrid“, wobei das G für Gelenkbus steht. Als BlueTec bezeichnet Daimler seine Abgas-Nachbehandlungstechnologie, bei dem ein Harnstoff eingesetzt wird. Vorteil: Zum Neutralisieren wird kein Diesel eingesetzt; Nachteil: Es muss eine zusätzliche Flüssigkeit mitgeführt werden. Im Hintergrund das recht neue Verwaltungsgebäude der HOCHBAHN auf dem Betriebshof Hummelsbüttel.

Türseite, von vorne

Aus Fahrgastsicht besonders schön: Der Bus fährt an Haltestellen praktisch geräuschlos an und auch wieder ab, da hier rein elektrisch gefahren werden soll. Der Bus ist eine HighTech-Anlage auf Rädern; eine ausgefeilte Motorensteuerung soll dafür sorgen, dass kein Tropfen Diesel verschwendet wird. Das funktioniert auf Linien, die dem Bordcomputer bekannt sind, damit der Antrieb „vorausschauend“ gesteuert werden kann.

Wie gut das funktioniert wird man erst in einem Praxistest feststellen können. Zunächst wird der Bus von der FFG (Werkstatt) begutachtet und für den Fahrgasteinsatz ausgerüstet, daher der Einbau des EFAD (das Gerät, aus dem auch die Fahrkarten herauskommen) sowie dem Außendesign. In den Fahrgasteinsatz gelangt der Bus (nach derzeitigen Stand) zunächst als Verstärkerwagen auf der MetroBus-Linie 24 zwischen Niendorf-Nord und Lademannbogen/Poppenbüttel. Man darf gespannt sein, wie sich „der Neue“ im harten Linienalltag bewähren wird.

Zu diesem Artikel gibt es einen Hinweis in eigener Sache
— OR; Bilder: Rycon

Hinweis in eigener Sache


Am Dienstag, dem 02.02.2010, wurde an dieser Stelle vom neuen Diesel-Hybridbus von Mercedes-Benz berichtet, der am gleichen Tag bei der HOCHBAHN in Hamburg eintraf. Zwei Tage später wurde ein Bericht über der Innenraumgestaltung des Fahrzeugs nachgeschoben, beide Artikel mit vielen Fotos ausgestattet. Am Freitag, 05.02.2010, drang dann die Bitte der HOCHBAHN durch, keine Fotos dieses Busses ins Netz zu stellen, da man erst die Pressepräsentation abhalten möchte. Man hat also eine Art – etwas dramatisch ausgedrückt – Nachrichtensperre bzw. Bildersperre erbeten. (Jetzt ist auch klar, warum wir als Einzige darüber berichtet haben.)

Seitdem sind beide Artikel aus dem Blog genommen. Die Pressepräsentation ist für den 15.02.2010 vorgesehen, und sobald diese veranstaltet wurde, werden beide Artikel wieder online gestellt. Abweichend von den Gepflogenheiten der Blogwelt werden diese Beiträge das entsprechende, aktualisierte Datum tragen, und folglich als „neue Artikel“ publiziert, jedoch mit einem entsprechenden Hinweis ergänzt.

Zweiter Dieselhybride im Anmarsch

Der zweite Diesel-Hybridbus wird morgen Vormittag in Hamburg erwartet. Auch dieser wird vorerst auf dem HOCHBAHN-Betriebshof Hummelsbüttel stationiert. Derweil hat der erste Hybridbus seine ersten Testfahrten auf dem Gelände sowie nach Bf. Poppenbüttel erfolgreich abgeschlossen.

Auf- und ausgerüstet werden die neuen Fahrzeuge in den nächsten Wochen auf dem Betriebshof Wendemuthstraße, wo sie Videoanlage, Funk- und EFAD-Geräte verpasst bekommen. Ob das Außendesign im regulären HOCHBAHN-Design (rot/weiß) gehalten wird oder sie ein spezielles Design bekommen, wird man sehen. Derart „nackt“, das heißt weiß, bleiben die Busse aber nicht.
— OR

Hybrid-Dieselbus erreicht Hamburg

Am kommenden Dienstag, 02.02.2010 ab ca 8.00 Uhr, trifft der erste Hybrid-Dieselbus von EvoBus/Mercedes-Benz in Hamburg ein. Der Gelenkbus vom Typ Citaro wird zunächst auf dem Betriebshof Hummelsbüttel („G“) der HOCHBAHN stationiert und von der Werkstatt – FFG – begutachtet; er muss auch noch für den hiesigen Betrieb ausgerüstet und beklebt werden. Bevor der Hybride in den Fahrgasteinsatz gelangt, sollen noch diverse Testfahrten absolviert werden. Geplant ist, den neuen Hybrid-Dieselbus zunächst auf der MetrboBus-Linie 24 als Verstärkerwagen zwischen Niendorf-Nord und Lademannbogen einzusetzen; Später ist der Einsatz auf der StadtBus-Linie 109 vorgesehen.

Korrektur: In der ersten Meldung war die Rede von zwei Fahrzugen. Das Mannheimer Mercedes-Benz-Werk wird nach neusten Informationen jedoch vorläufig nur einen Hybrid-Dieselbus entsenden. Der zweite Bus folgt zu einem späteren Zeitpunkt.
— XP

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