Mit ‘Busfahrer’ getaggte Beiträge

Hamburger Alltag (7)

Irgendeine Linie; jugendlicher Fahrgast betritt vorne den Bus, sieht den Fahrer, spuckt ihm unvermittelt ins Gesicht und geht weiter nach hinten.
— XP

Hamburger Alltag (6)

Ein Busfahrer half einem Rollstuhlfahrer beim einsteigen, indem er den Rollstuhl an den Griffen hinter der Rückenlehne in den Bus schob und, wie es sich gehört, gegen die Fahrtrichtung an die Haltelehne bugsierte. Hierbei hielt er seine Hand so unglücklich, dass sie zwischen Griff und Haltelehne gelangte und brach.

Die Berufsgenossenschaft erkannte dies nicht als Arbeitsunfall an und argumentierte:
Es sei nicht die Aufgabe des Busfahrers einem Rollstuhl in den Bus zu befördern. Dieses müsse der Rollstuhlfahrer selber bewältigen oder sich eine Begleitperson mitnehmen. Der Busfahrer sei zum führen des Fahrzeuges da.
— HS

Hamburger Alltag (4)

Linie 607 (Nachtbus): In Höhe U/S Ohlsdorf fangen Jugendliche im Bus an zu rauchen, woraufhin sich ein Fahrgast darüber beim Busfahrer beschwert.
Der Fahrer hält an, geht nach hinten und bittet die Jugendlichen mit dem Rauchen aufzuhören.
Sofort tritt ein Jugendlicher dem Fahrer mit dem Fuß ins Gesicht, anschließend schlagen die anderen auf den Fahrer ein. Der Fahrer kommt mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Die Jugendlichen können unerkannt flüchten.
— XP

Hamburger Alltag (1)

Sommer, sehr sehr heiß: Der Busfahrer bemerkt während der Fahrt, das im hinteren Teil des Fahrzeugs eine ältere Dame zusammensackt und einen Schwächeanfall erleidet. Er hält an der nächsten Haltestelle, die nicht weit entfernt ist, geht nach hinten und kümmert sich um sie. Zum Glück hat er Mineralwasser dabei und einen Becher, geht also wieder nach vorne, um ihr etwas Wasser zu holen und schließlich zu geben.

Währenddessen entsteht bei den anderen Fahrgästen Unmut darüber, das es nicht weiter geht. Einige stehen auf, beschimpfen den Fahrer auf drastische weise, wieso der Bus nicht weiter fährt. Er weist auf die zusammengeklappte Frau hin. Darauf entgegnen ihm die Fahrgäste – nicht wenige – , er solle „die Alte“ doch rauswerfen, man sei doch an einer Haltestelle.

Der Fahrer versucht die folgenden, erniedrigenden Beleidigungen zu ignorieren und kümmert sich weiter, bis es der Dame besser geht. Anschließend setzt er die fahrt fort.
— XP

Tarifverhandlungen bei HOCHBAHN und PVG

Die Tarifverhandlungen im Omnibusgewerbe zeigen derzeit ein uneinheitliches Bild. Während bei der PVG weiterhin Warnstreiks drohen, einigte man sich bei der HOCHBAHN relativ geräuschlos.

Kommen wir zuerst zur HOCHBAHN: Nach der 3. Verhandlungsrunde trennte man sich ohne Konsens. Verdi-Hamburg setzte am 03.12.2009 eine Mitgliederbefragung an und am 11.12.2009 stand das Ergebnis überraschend eindeutig fest: Die Verdi-Mitglieder nahmen zu 2/3 das Verhandlungsergebnis an.

Das Verhandlungsergebnis laut Verdi [PDF] im Überblick:

Erhöhung der Tabellenentgelte ab 01.10.2009, um 70,- €.
Erhöhung der Ausbildungsvergütungen ab 01.10.2009, um 50,- €.
Die Zeitzuschläge (Anlage 3, Ziffer 3 des Entgelt-TVs) sind ab 01.10.2009 wieder 35% / 50% / 75% und werden zukünftig dynamisiert.
Die bisherige Anwesenheitsprämienregelung wird bis zum 31.03.2011 verlängert.

Hinzu kommt der schon am 20.11.2009 verkündete – und nicht unumstrittene – „Verdi-Bonus“. Verdi-Mitlgieder erhalten demnach eine jährliche Einmalzahlung von 150 Euro (Azubis: 80 Euro).

Zu keinem Ergebnis kommt Verdi-Nord mit den schleswig-holsteinischen Arbeitgebern, zu dem auch die PVG gehört. Zur neusten Entwicklung erklärt Verdi-Nord:

Im Detail haben die Arbeitgeber angeboten, die Laufzeit des Tarifvertrages auf 24 Monate festzulegen und hierbei eine Tariferhöhung um 5 % vorzunehmen. In diesen 24 Monaten sind 4 sogenannte Nullmonate enthalten, die mit einem Einmalbetrag von 400 € abgegolten werden sollen. Nach unseren Berechnungen auf die Tarifgruppen beträgt damit die Gesamthöhe der Tariferhöhung lediglich 2,52 % bis 2,54 %. Die von den Arbeitgebern immer wieder ins Feld geführte 5-%ige Erhöhung erweist sich damit als tarifpolitische Nebelkerze.

Neben weiteren Warnstreiks soll per Urabstimmung auch der Weg für unbefristete Streiks frei geschaufelt werden. Die PVG hofft, das die Warnstreiks zum Betriebsbeginn starten und verspricht, auf ihrer Website rechtzeitig darüber zu Informieren. Auf Radiodurchsagen möge man bitte auch achten.
—OR/SH; Bild-Collage: HOCHBAHN-Presse/Rycon

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